Warten auf Alcaraz

von Redaktion

Tennis-Star droht auch US-Open-Aus

Drei Monate Frust: Carlos Alcaraz. © Soriano/AFP

Murcia – Carlos Alcaraz holt ganz vorsichtig zu seiner sonst so mächtigen Vorhand aus. Kein Ball wird fliegen – der Schläger des Tennis-Topstars ist unbesaitet und auch ein Stück des Rahmens fehlt.

Man merkt: Es sind kleine, mühsame Schritte, die der siebenmalige Grand-Slam-Sieger in seiner Reha macht. Alcaraz darf das verletzte Handgelenk seines rechten Schlagarms noch immer nicht voll belasten – seit drei Monaten geht das nun schon so. Und auch mit Blick auf die US Open Ende August könnte es eng werden.

„Wir hoffen, dass Carlos zurückkehrt, das Tennis braucht ihn“, hatte sein größter Widersacher Jannik Sinner nach dem Finaltriumph in Wimbledon betont. Alcaraz, der 2023 und 2024 an der Church Road gewann und bei voller Gesundheit so spektakulär auftrumpfen kann, blieb wieder nur die Rolle des Zuschauers. Der 23 Jahre alte Ausnahmespieler ist seit April ohne Tourauftritt.

Schnell war klar, dass der Rückschlag gravierend ist. Schon zu seiner Titelverteidigung in Paris konnte Alcaraz nicht antreten. Nebensache. Wichtig ist, dass die Blessur vollumfänglich heilt und er sein Comeback nicht überstürzt. „Auf dem richtigen Weg“ untertitelte er zuletzt das Video, das ihn bei den Trockenübungen mit dem Schläger zeigte. Läuft alles weiter positiv, wären die Cincinnati Open Mitte des kommenden Monats ein neues Ziel, dann wäre New York noch drin.

Alcaraz hatte bei den US Open 2022 seinen ersten Majortitel gefeiert. Es folgte die „Sincaraz“-Rivalität mit Sinner, die dem Tennis viel Aufmerksamkeit sicherte. Fans, Experten und sogar die Konkurrenten sehnen jedenfalls die Rückkehr des früheren Weltranglistenersten herbei. Die Hoffnung ist groß, dass Alcaraz‘ Schläger bald wieder eine Saite hat.SID

Artikel 1 von 11