KOMMENTAR

Drei Faktoren machen Spanien so stark

von Redaktion

„Furia Roja“ geht als Favorit ins Finale

Was war das für eine Machtdemonstration: Spanien schaltet das chancenlose Frankreich mit 2:0 im Halbfinale aus. Doch nicht das Ergebnis, sondern die Art und Weise war beeindruckend: Über 90 Minuten hinweg hatte die „Furia Roja“ die komplette Spielkontrolle und ließ Frankreich, den eigentlichen Topfavoriten auf den Titel, kaum zum Zuge kommen. Mit dieser dominanten Spielweise, bei der Ball und Gegner in jeder Phase der Partie laufen gelassen wurden, entnervte Spanien die Franzosen so sehr, dass sie gegen Ende der Partie nahezu gebrochen wirkten und die Niederlage schlicht über sich ergehen ließen.

Und so kann man es nicht anders sagen: Spanien geht als Favorit ins Endspiel am Sonntag.

Doch was macht die Elf von Trainer Luis de la Fuente eigentlich so stark? Vermutlich ist es ein Mix aus drei Faktoren, der sich nicht erst im Turnierverlauf entwickelt hat.

Einerseits vertraut die Mannschaft nicht auf einen Superstar, sondern verteilt die Verantwortung auf das Kollektiv. Messi, Bellingham und Mbappé lieferten bei dieser Weltmeisterschaft zwar konstant ab – doch wenn sie mal einen schlechten Tag erwischen, wird es für ihr Team zum Problem. Ein weiterer Grund ist die Eingespieltheit: Der Erfolg gegen Frankreich war bereits das 38. Spiel in Folge ohne Niederlage – ein neuer Rekord im Weltfußball.

Und schließlich: Der Europameister von 2024 strotzt vor Selbstbewusstsein und hat kein Problem damit, das zu zeigen. Vor der Partie schob Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Favoritenrolle den Spaniern zu – und die nahmen sie dankend an. Lamine Yamal postete kurz vor Anpfiff sogar noch zwei Jubelfotos der vergangenen beiden Siege gegen Frankreich. Nun hat er ein drittes für seine Galerie.

Wer mit einer derart breiten Brust auftritt und dann unter den Augen der ganzen Welt auch auf der größten Bühne liefert, ist der Topfavorit auf den WM-Titel.

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