Hilfe, die Löwen kommen!

von Redaktion

Fan-Invasion: Bayerischer Fußballverband hält Workshop für Regionalliga-Vereine ab

Freuen sich auf die Löwen: Buchbachs Funktionäre um Sicherheitschef Siegfried Werner (2. v. o. re.). © TSV Buchbach

München – Alarm, die Löwen kommen! Unausgesprochen war das der Arbeitstitel eines Workshops, den der BFV parallel zur Managertagung der 19 Regionalligisten am Montagabend abhielt. Präsident Gernot Mang vertrat den TSV 1860. An seiner Seite: Jamie Jesse. Der Fanbeauftragte war ein gefragter Mann, als es um das ging, was Bayerns Amateurfußball in dieser Saison erwartet: Heerscharen von Löwen-Fans.

Für viele Clubs ist das Neuland. Wo sonst einige hundert Zuschauer kommen, könnten gegen 1860 mehrere tausend anreisen. Dann geht es um Busparkplätze, Bierstände und genügend Ordner.

Einer, der das alles schon kennt, ist Siegfried Werner (62), Sicherheitsbeauftragter des TSV Buchbach. Der kleine TSV war bereits zweimal Gastgeber des großen TSV – in der Regionalliga und im Toto-Pokal. „Das Parkplatz-Thema ist wichtig“, berichtet Werner am Telefon: „Außerdem müssen genügend Toiletten vorhanden sein und die Fans gut mit Essen und Trinken versorgt werden.“

Vor den Löwen-Fans an sich hat Werner keine Angst. „Wir haben zweimal gegen 1860 gespielt und eigentlich nie Probleme gehabt. Der Fanbeauftragte sagt: Wenn kein Gegenpol da ist, dann sind die Fans super anständig – und genauso haben wir das erlebt.“ Im Gegenteil: In Buchbach freut man sich auf die Rückkehr des Altmeisters (dann ohne Torwart Thomas Dähne, der nach Heidenheim wechselt). „Das ist für uns natürlich eine Top-Einnahme“, sagt Werner. Dank voller Tribünen, zusätzlicher Verkaufsstände und eines erweiterten VIP-Bereichs sehe man sich bestens vorbereitet. Bleibt nur eine wichtige Frage offen: Gibt es diesmal das legendäre Buchbacher Spanferkel? Beim ersten Löwen-Gastspiel 2017 hatte der Dorfverein auf seine Spezialität verzichtet – aus Sicherheitsgründen. Damals befürchtete man, Messer und Gabel könnten bei einer Großveranstaltung problematisch sein. „Heute könnte man das mit Kunststoffbesteck lösen“, sagt Werner lachend. „Das wäre kein Problem.“ Ganz ausgeschlossen ist das Spanferkel deshalb nicht. „Wir überlegen sogar, ob wir zwei machen.“

Eine andere Panne ist ihm lebhaft in Erinnerung geblieben: „Damals mussten wegen des Regens alle ihre Schirme abgeben – und kaum einer bekam den richtigen zurück. Das war die eigentliche Katastrophe.“ULI KELLNER

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