WM-TAGEBUCH

Danke, Fifa, für den schnellen Check

von Redaktion

Von: Vinzent Tschirpke

Und täglich grüßt der Langstreckenflug: Am Mittwoch ging es für mich mal wieder an einen Flughafen. Dieses Mal zum Flughafen in Dallas, um von dort nach New York abzuheben, wo am Sonntag bekanntermaßen das WM-Finale stattfindet. Und auch wenn ich routinemäßig genug Zeit für den Abflug eingeplant hatte, wurde ich beim Anblick der Anzeigetafel vor dem Sicherheitscheck stutzig: 36 Minuten sollte die Sicherheitskontrolle dauern – wenn es sich länger zieht, hätte es bis zum Boarding noch stressig werden können.

Da erblickte ich plötzlich ein Schild: Zwischen all den Anzugträgern am First-Class-Sicherheitscheck stand ein Aufsteller mit der Aufschrift „Fifa Check-in“. Streng genommen arbeite ich als Reporter zwar nicht für die Fifa, aber den Versuch, mit meiner Akkreditierung durchzukommen, war es wert. Also bog ich kurzerhand in die Schlange der Besserverdiener ab, packte selbstbewusst meine Akkreditierung aus und tatsächlich: Ein kurzer Blick des Beamten genügte, dann durfte ich zur Kontrolle – und hatte mir mehr als eine halbe Stunde gespart. Besonders gut schmeckte dieser Trick zudem, weil ein Passagier vor mir abgewiesen wurde – mit der Begründung, dass andere mit ihrem First-Class-Ticket schließlich extra dafür zahlen würden, schneller durch die Kontrolle zu kommen. Oder sie tun eben so, als würden sie für die Fifa arbeiten. Hätte ich diesen Trick bloß schon zu Beginn der WM gekannt.

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