Kein Klopp? Nehmt Louis!

von Redaktion

Schweinsteigers Empfehlung – Neue Enthüllungen rund um das WM-Aus

DFB-Kandidat Nummer 1: Jürgen Klopp. © Weller/dpa

Louis van Gaal und Bastian Schweinsteiger 2011. © imago

München – Der Klopp-Countdown zählt immer schneller herunter, nur noch Details trennen Fußballdeutschland von seinem vermeintlichen Heilsbringer. Und wenn es doch noch schiefgeht? Dann hat Bastian Schweinsteiger eine Idee: Er kann sich seinen ehemaligen Bayern-Coach Louis van Gaal (74) als Bundestrainer vorstellen, sagte der ARD-Experte.

„Also wenn Louis van Gaal gesundheitlich die Energie hat, ja, hundertprozentig. Der würde auch gut passen. Das ist einer, der kann etwas Neues aufbauen und hat eine Struktur“, erklärte Schweinsteiger. „Er hat bei den Holländern schon bewiesen, dass er die immer weit gebracht hat.“ Der 74-Jährige führte die Niederlande 2014 ins Halbfinale, ehe die Träume vom ersten WM-Titel im Elfmeterschießen gegen Argentinien platzten. 2001 war er mit der Elftal in der WM-Quali gescheitert, 2022 verlor er mit Oranje bereits im Viertelfinale gegen Argentinien. 2022 machte van Gaal öffentlich, dass er Prostata-Krebs hat, 2025 dann, dass er die Krankheit nach zahlreichen Bestrahlungen und Operationen überwunden habe.

Die Verhandlungen mit Jürgen Klopp sind derweil in der finalen Phase, Knackpunkt sind vor allem dessen diverse private Werbeverträge. Wer auch immer das DFB-Team übernimmt, wird mit einem Problem-Team arbeiten – das legen Insider-Infos nahe, die jetzt in „SZ“ und „Spiegel“ veröffentlicht wurden. „Ich-AGs“, „Ego-Shooter“, „Bocklose“ – so charakterisierte eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem DFB das Team.

Aus dem Umfeld heißt es in Sachen Familien-Besuche: „Man hatte den Eindruck: Nur der Fußball hat gestört.“ Youngster wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz seien „liebe Jungs. Aber an ihnen wird gezerrt, Dokus, Kollektionen, Social Media, all das“, sagt ein DFB-Mann, das sei zu viel. Ein anderer Insider sagt: „Man merkt, dass aus manchen Talenten Ich-AGs mit tausend Ablenkungen von außen gemacht werden. Da gerät das Spiel an sich aus dem Fokus.“ Der nächste sah „zu viele Ego-Shooter“. Oder beleidigte Leberwürste. Leon Goretzka zum Beispiel habe aus Enttäuschung über sein Reservistendasein den Elfmeter gegen Paraguay verweigert. „Da hat Leon gesagt: kein Bock“, wird ein Eingeweihter zitiert. Wie viel davon bewusst gestreut wurde? Unklar.

Wem es jedenfalls nicht an Ehrgeiz mangelte, war Joshua Kimmich. Der blieb nach dem Aus laut Bild sogar noch eineinhalb Tage im Teamhotel. Allein, ohne andere Spieler – aber auch das zeigt: Es liegt viel im Argen.

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