Spanien wird Weltmeister. Das war schon vor dem Viertelfinale klar und das ist auch jetzt noch so. Und zwar nicht, weil der Spanier hier das sagt, sondern weil das Universum es so will. Denn wer die erdrückenden Parallelen zum ersten Titelgewinn 2010 nicht sehen will, der ist entweder blind oder hält Mate für ein Grundnahrungsmittel: amtierender Europameister, Shakira als Turnierinterpretin, das Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko am 11. Juni, die spanische Gruppe H, exakt acht Barça-Kicker im Kader, Mourinho als neuer Real-Trainer, der Patzer im ersten, der ungefährdete Sieg im zweiten, Bielsa als Gegner im dritten Spiel, das 1:0 gegen Portugal im Achtelfinale, der überzeugende Sieg gegen die bis dahin beste Turniermannschaft im Halbfinale – nur ein Wunder kann Spaniens zweiten Stern noch zunichtemachen. Mal ganz abgesehen davon, dass wir wie 2010 auch den besten Fußball spielen. Aber wie würde Gianni sagen: Wunder gibt es immer wieder…