WM-TAGEBUCH

Der Traum jedes Reporters

von Redaktion

Liebe Leserinnen und Leser, dieses WM-Tagebuch ist aus offensichtlichen Gründen das letzte. Das Turnier ist nun vorbei, und auch für mich persönlich steht nach exakt 50 Tagen in den USA die Heimreise an. Zum Abschluss gab es aber noch einmal einen Tag, der wohl für jeden Reporter einen Traum darstellt: Ich durfte vom WM-Finale berichten!

Und dabei hat die FIFA – wenn auch unfreiwillig – sogar entscheidend mitgeholfen. Denn während ich als DFB-Reporter die Spiele der deutschen Elf stets in einer typisch amerikanischen Pressebox hinter dicken Glasscheiben verfolgen musste, wurde ich fürs Endspiel auf die Medientribüne versetzt. Nach amerikanischer Logik ist das wohl eine Herabstufung, schließlich muss man dort Hitze, Sonne und Lautstärke „aushalten“, während die spanischen und argentinischen Kollegen in der klimatisierten Pressebox schreiben durften.

In Wahrheit war das aber natürlich das Beste, was für ein solches Spiel passieren konnte: Auf den Rängen konnte man die magische Stimmung eines WM-Finals erst richtig aufsaugen, was ich natürlich in vollen Zügen tat. Und so erlebte ich zum Abschluss der WM noch einmal ein echtes Highlight: Messi gegen Yamal, der vorherige Weltmeister gegen den amtierenden Europameister und eine Halbzeitshow, gegen die die meisten Festival-Line-ups abstinken.

Diese Stimmung konnte selbst Donald Trump nicht zunichtemachen, der bei der Pokalübergabe natürlich nicht die Bühne verließ, infolgedessen aber schlicht vom Stadion ausgepfiffen wurde. In allen Belangen also ein passender Abschluss für diese WM.

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