„Man muss sich frei fühlen“

von Redaktion

Jürgen Klopp blickt voraus auf seine Bundestrainer-Aufgabe

Immer Kontakt zum DFB: Per Mertesacker. © Tom Weller/dpa

Regierungserklärung: Jürgen Klopp. © KERSTIN JOENSSON/AFP

East Rutherford – Die Spanier feierten – und Jürgen Klopp, Experte bei Magenta TV, wurde übermittelt, dass Luis de la Fuente mit seinen 65 Jahren der älteste Trainer sei, der einen Weltmeisterschafts-Titel gewonnen habe. Das fand Klopp interessant, man konnte ihm ansehen, wie er rechnete und überlegte, ob ein Gag drin sein würde. Er ist jetzt 59 – und da es zur WM immer vier Jahre sind, käme seine Gelegenheit mit 63.

Er fühlt sich jetzt immer angesprochen, wenn von Aufgaben als Trainer einer Nationalmannschaft die Rede ist – und relativ schnell bei dieser WM hatte sich Klopps Profil vom fachmännischen Begleiter zum designierten deutschen Bundestrainer gewandelt. Man darf es mittlerweile als gesichert bezeichnen, dass Jürgen Klopp beim DFB im September seinen Dienst antreten wird. Er selbst hat bestätigt, dass er sich mit seinem Arbeitgeber Red Bull über eine Vertragsauflösung einig und frei sein wird. Offensichtlich verzichtet der Getränkekonzern auf das Stellen von Bedingungen, die den Abschluss bei den DFB-Gremien noch gefährden könnten. Wohl am Freitag wird alles offiziell sein und Klopp seine Regierungserklärung abgeben.

Am Sonntag in New York hat er verbal vorgeglüht: „Man muss sich um alles kümmern, den Fußball heute, morgen und in der Zukunft“. Er monierte. „dass alle die Diagnose schon abgeschlossen haben“, doch findet: „Wir kreieren nur Schlagzeilen, und nichts trifft den Kern.“ An das Potenzial des Nationalteams glaubt er nur bedingt: „Das Talent ist da, aber man muss eine Erwartungshaltung schaffen, mit der die Spieler umgehen können. Zum Spiel gehört, dass man sich frei fühlt und überperformen kann.“

Per Mertesacker könnte in der neuen DFB-Konstellation Geschäftsführer für die Nationalmannschaften werden. „Der Kontakt des DFB zu mir ist nie abgerissen – und in der letzten Woche ist nochmals Dynamik reingekommen“, bestätigte der Weltmeister von 2014.GÜK

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