Löwen jubeln doppelt

von Redaktion

Pokalerfolg in Berglern – Ex-Kapitän Weber kehrt zurück: „Kann es kaum erwarten“

Adrenalinbad: Aufstiegs-Kapitän Weber. © Wagner/IMAGO

Der Torriecher ist noch da: Niederlechner traf im ersten Einsatz direkt wieder für die Löwen. © Wagner/IMAGO

Berglern – Jeden Tag eine gute Tat. Das berühmte Pfadfindermotto haben die Löwen in diesen Tagen ein wenig abgewandelt. Jeden Tag eine Spielerverpflichtung – so lautet derzeit das Motto an der Grünwalder Straße. Am frühen Dienstagnachmittag präsentierte die neue Spielbetriebs-GmbH des TSV 1860 Neuzugang Nummer acht: den Kapitän der Aufstiegsmannschaft von 2018, Felix Weber.

Der 31-Jährige kehrt als gereifter Profi nach Giesing zurück. Der Innenverteidiger, zuletzt Kapitän der DJK Vilzing, unterschrieb einen Vertrag bei seinem Ausbildungs- und Herzensverein. Über die Modalitäten des Wechsels vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. Dass Vilzing einen seiner Führungsspieler ausgerechnet an einen Regionalliga-Konkurrenten ziehen lässt, ist alles andere als selbstverständlich.

Auch Weber musste nicht lange überlegen. „Ich kann es kaum erwarten, wieder das weiß-blaue Trikot zu tragen und für die Löwen im Grünwalder Stadion einzulaufen“, erklärte der Rückkehrer. Den Verantwortlichen dankte er für die wertschätzenden Gespräche, der DJK Vilzing dafür, „dass sie mir keine Steine in den Weg gelegt hat“. Sein Pflichtspieldebüt nach seiner Rückkehr wird Weber vermutlich bei der Bayernliga-Mannschaft der Sechzger am kommenden Sonntag in Schwabmünchen (14 Uhr) geben. Gestern konnte der Ohlstädter ganz entspannt dabei zuschauen, wie seine Kollegen die erste Runde im bayerischen Totopokal ganz locker nahmen. Beim Kreisklassisten SV Eintracht Berglern siegte die erste Mannschaft der Löwen ohne großen Glanz mit 5:0 (2:0).

Schon früh im Spiel zog ein weiterer prominenter Ur-Sechzger die Blicke in Berglern auf sich. Nach einer flachen Hereingabe von Emre Erdogan stand Florian Niederlechner goldrichtig und schob zur frühen Führung für den Favoriten ein (8.). Danach tat sich die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar relativ schwer, Torchancen herauszuspielen. Berglern kämpfte tapfer um jeden Meter, ließ Niederlechner & Co. wenig Raum für Kombinationen. Erst mit dem Pausenpfiff sorgte Raphael Wach mit einem Traum-Freistoß für die beruhigende 2:0-Führung.

Die 1.700 Zuschauer mussten sich nach der Partie bis zur 67. Minute gedulden, ehe die Löwen erneut zuschlugen. Loris Husic markierte per Abpraller das 3:0. Gegen Ende schwanden bei den Hausherren merklich die Kräfte, sodass 1860 seinem treuen Anhang noch weitere Treffer präsentieren konnte. Ortivero Calderon (77./79.), der erneut als wuchtiger Angreifer überzeugte, sorgte per Doppelschlag für den 5:0-Endstand.U. KELLNER, M. BLANCO UCLES

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