Morgan wie?

von Redaktion

Shopping-Wahn in der Premier League

Jubelt ab sofort bei Chelsea: Rogers. © Rickett/dpa

London – Elliot wer? Morgan wie? Dies dürften sich einige deutsche Fußballfans, die Englands Partien im WM-Frust nicht aufmerksam verfolgen wollten, gefragt haben, als der englische Transferrekord zweimal in drei Wochen fiel. Im Fahrwasser der Weltmeisterschaft geben die milliardenschweren Premier-League-Klubs fast so viel Geld wie alle anderen Top-Ligen zusammen aus – und die Bundesliga kann einmal mehr nur staunen.

Erst avancierte Elliot Anderson Anfang Juli mit seinem 135-Millionen-Euro-Wechsel von Nottingham Forest zu Manchester City zum teuersten Engländer der Ligageschichte, am Dienstag löste ihn sein Nationalmannschaftskollege Morgan Rogers ab, für den der FC Chelsea stolze 137,30 Millionen Euro an Aston Villa zahlt. Insgesamt steht die englische Eliteklasse über einen Monat vor Schluss des Transferfensters bereits bei Ausgaben von 1,55 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Die Bundesliga (434,65 Mio.), Italiens Serie A (589,40 Mio.), die Ligue 1 aus Frankreich (252,95 Mio.) und die spanische La Liga (307,10 Mio.) haben laut transfermarkt.de zusammen (!) bis dato nahezu genauso viel investiert – nur geringfügig mehr. Es ist derweil nicht auszuschließen, dass die Premier League den im vergangenen Sommer aufgestellten Liga-Ausgabenrekord von 3,60 Milliarden Euro verbessert, denn schließlich darf bis zum 31. August weiter fleißig gehandelt werden. Mit großen Stars – oder auch nur teuren, kleinen Sternchen.SID

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