Alle Augen auf Wimbledon Hawkeye

von Redaktion

Riem – Ein großes Starterfeld mit zehn Pferden in einem Gruppe-I-Rennen und sechs davon aus dem Ausland – das bedeutet eine attraktive Ausgangslage für den Großen Dallmayr-Preis am Sonntag auf der Riemer Galopprennbahn. Der Münchener Rennverein (MRV) als Veranstalter „unternimmt viel, damit das Saisonhighlight das höchste internationale Level behält“, betont Generalsekretär Sascha Multerer. Das Problem, ihr Rating zu verlieren, betrifft alle deutschen Gruppe-I-Rennen, weil die Zahl der hier trainierten und damit auch der Top-Galopper sinkt. Also bewerben die deutschen Rennvereine ihre großen Ereignisse in Kooperation mit dem International Racing Bureau auf der britischen Insel, erklärt Multerer, „und das trägt offenbar Früchte“.

Die Liste der Gäste reicht von dem von Hamad Al Jehani trainierten Silawi über Wemightakedlongway aus dem Stall von Joseph Patrick O‘Brien bis zu Timeforshowcasing von Trainer Charlie Johnston. Dazu kommen mit James Doyle, Oisin Murphy und Jack Mitchell drei internationale Top-Jockeys an die Isar. Das am stärksten eingeschätzte Pferd schickt jedoch der britische Star-Trainer George Scott mit Wimbledon Hawkeye ins Rennen. Trotz seiner erst vier Jahre hat der Hengst eine lange Erfahrung in Gruppe-Rennen.

Und die deutschen Starter? Da ist in erster Linie Peter Schiergen gefragt, der Wilko und Santagada in das mit 155 000 Euro dotierte Rennen schickt. Nach seinem Start im deutschen Derby 2024 drängt Wilko zurück auf Gruppe-I-Niveau, die guten Platzierungen – zuletzt Rang drei in einem Gruppe-II-Rennen Anfang Juni in Baden-Baden – sprechen für ihn. Mit Platz zwei aus einem ähnlichen Rennen im Rahmen der Hamburger Derbywoche Anfang des Monats empfiehlt sich Santagada für Sonntag.

Bei den beiden anderen deutschen Startern handelt es sich zum einen um die von Andreas Wöhler trainierte Stute Bella Sinfonia und Seguro aus dem Stall von Andreas Suborics. Dreijährige wie der Hengst tun sich gegen ältere Pferde in solchen Rennen allerdings schwer. Traditionell bietet auch das übrige Programm hochklassige Rennen. Das bedeutendste ist das Konrad-Werner-Wille-Memorial, ein mit 30 000 Euro dotiertes Listenrennen für Stuten. Hier sind ebenfalls zehn Pferde genannt.CHRISTIAN WANNINGER

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