Dominik Klein – Handball-Tausendsassa. © HG München (2)
Am Samstag geht’s gegen Erlangen-Bruck.
Fürstenfeldbruck/München – Der Weg zum Gipfel ist weit, aber der Startschuss ist gefallen. Vergangene Woche haben die Münchner Panther, eine Kooperation der neu gegründeten HG München und des TuS Fürstenfeldbruck, die ersten Testspiele absolviert. Am Samstag empfängt man den TV Erlangen-Bruck (17.30 Uhr). Das Ziel ist der Aufstieg in die Dritte Liga und perspektivisch die Handball-Bundesliga. Unsere Zeitung hat mit Weltmeister Dominik Klein (42), dem Kopf des Projekts, gesprochen.
Dominik, der Anlauf war lang: Sind Sie froh, endlich eine Mannschaft auf der Platte zu haben?
Das Projekt ist so vielfältig und mit so vielen Themen besetzt, dass ich noch gar nicht richtig realisiert habe, wie weit wir schon gekommen sind. Aber es fühlt sich gut an und ich war überrascht, wie positiv alles angenommen wird. Beim ersten Testspiel sind 300 Zuschauer gekommen.
Sie sind der Kopf. Aber wie groß ist das Team dahinter?
Es sind 30 bis 40 Menschen, die sich gedanklich mit unserer Gipfeltour befassen und ihre Expertise in verschiedenen Bereichen einbringen. Herausheben möchte ich unsere Geschäftsführerin Lisa Bieberbach. Sie hält die Fäden in der Hand und bringt die Leute, die sich im Ehrenamt engagieren, zusammen.
Haix, Adidas, DKB – Sie haben potente Partner. Nur fürs Image, oder sind sie auch besser gebettet als die Regionalliga-Konkurrenz?
Dank unserer Sponsoren haben wir einen gewissen finanziellen Spielraum. Das Geld steckt aber nicht nur im Kader, sondern – viel wichtiger – in den hauptamtlichen Strukturen, die wir beispielsweise für die Geschäftsführung oder die sportliche Leitung schaffen wollen und müssen.
Trotzdem: Kann man sich so einen erfahrenen Bundesligaspieler wie Lucas Krzikalla (32, 14 Jahre in Leipzig, d. Red.) leisten?
Leipzig wollte mit Lucas nicht mehr verlängern, sein Freund wohnt hier in München. Das hat geholfen. Aber er investiert mit seinem Wechsel auch in seine Karriere nach der Karriere. Er kann zusammen mit dem Club etwas aufbauen, und engagiert sich gerne in der Jugend. Vielleicht kann sein Weg auch ein Vorbild für andere Spieler seiner Klasse sein.
Als Absteiger und mit den Neuverpflichtungen: Sind sie da zum Aufstieg verdammt?
Das ist der Anspruch, den die Spieler selbst an sich haben. Jeder möchte sich persönlich und das Projekt weiterentwickeln. Aber eins ist auch klar: Einen Aufstieg kann man nicht planen. Das wird kein Selbstläufer. Aber wenn wir es schaffen, unsere Gipfel-DNA einzubringen, die Brucker Identität zu erhalten und als Team ein Teil der Gesellschaft zu werden, kommt der Rest automatisch.
Apropos Brucker Identität: In dieser Saison wird weiter in der Wittelsbacher Halle gespielt, richtig?
Genau, der Pantherkäfig ist unsere Heimat. In der Saison darauf wird die Halle saniert. Dann braucht es eine andere Lösung, an der wir bereits arbeiten.
INTERVIEW: MATHIAS MÜLLER