„Wir wurden verarscht“

von Redaktion

Slalomkanuten bei WM angefressen

„Nur“ Fünfte: Ricarda Funk. © Olimpik/IMAGO

Oklahoma City – Thomas Apel rang um Worte, doch schließlich entschied sich der Cheftrainer der deutschen Slalomkanuten, jegliche Zurückhaltung über Bord zu werfen. „Wir wurden verarscht“, sagte Apel nach einem enttäuschenden Tag bei der WM in Oklahoma City und fügte „mächtig angefressen“ hinzu: „Wir wurden einer Medaillenchance beraubt.“

Was war passiert? Noah Hegge wähnte sich nach einer guten Vorstellung im Kajak-Einer bereits im Endlauf, bekam nach einer umstrittenen Juryentscheidung wegen eines angeblich nicht korrekt befahrenen Tores aber 50 Strafsekunden aufgebrummt. Ein Einspruch blieb erfolglos. Danach paddelte auch noch Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk knapp am Podest vorbei. „Es tut gerade einfach nur weh. Ich habe schon auf eine Medaille geschielt – und die wäre drin gewesen“, sagte Funk: „An und für sich habe ich mich gut gefühlt. Leider habe ich beim ersten Move direkt Zeit verloren.“

Für die übrigen deutschen Kajakboote war schon im Halbfinale Schluss. Das schwache Abschneiden wiegt mit Blick auf die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 schwer. „Man darf jetzt nicht in Panik verfallen“, sagte Bundestrainer Apel, stellte aber ernüchtert fest: „Die Kajakmänner haben ihr erstes Streichergebnis schon gesammelt.“SID

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