Der vierjährige Hengst Hotazhell lag auf der Galopp-Rennbahn in Riem hauchdünn vorn. © Sorge/Imago
München-Riem – Knapper als der Große Dallmayr-Preis am Sonntag auf der Riemer Galopprennbahn kann ein Pferderennen nicht enden – denn nur mit einer Nasenlänge Vorsprung entschied der irische Gast Hotazhell das Münchner Saisonhighlight für sich. Erst das Zielfoto machte klar, dass sich der Vierjährige gegen seine Konkurrentin Timeforshowcasing durchgesetzt hatte.
„Mit so einem engen Ausgang habe ich nicht gerechnet“, sagte Jockey Shane Foley nach dem Gruppe I-Rennen. Vom Start weg hatte Foley mit dem späteren Sieger die Führung übernommen, konnte sich aber nie von der Stute absetzen. Lediglich Wimbledon Hawkeye wurde den beiden noch gefährlich. „In der vergangenen Saison hat er viel Pech gehabt“, sagte Ritchie Harrington, Ehemann von Trainerin Jessica Harrington, „aber nie seine Klasse verloren“. Profitiert habe der Hengst von dem guten Geläuf, das anders als die harten Bahnen in Großbritannien deutlich elastischer gewesen sei. Das Listenrennen des Dallmayr-Renntags entschied die polnische Stute Bint New Bay für sich. Während Foley sein erstes Gruppe I-Rennen gewann, war es für den skandinavischen Star-Jockey Per-Anders Graberg der erste Erfolg hier überhaupt.CHRISTIAN WANNINGER