FCB: Zuspruch für 1860

von Redaktion

Boss Dreesen: „Löwen werden das packen“

Hat er ein kleines Löwen-Herz? Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen (li.). © IMAGO

München – Des einen Leid, des anderen Freud. Während der Zwangsabstieg der Löwen bei vielen Fußballfans Betroffenheit auslöste, reagierten Anhänger des FC Bayern mit einer gehörigen Schadenfreude. Das gilt jedoch nicht für die Chefetage des Stadtrivalen.

Zumindest nicht, wenn man den Worten von Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen Glauben schenken darf. Der betonte auf einem Pressetermin: „Absolut nein, es gibt keine Schadenfreude. Das ist eine Denkkategorie, in der denken wir beim FC Bayern nicht. Im Gegenteil: Wenn ein Fußballclub in eine Insolvenz geht, ist das für den Fußball nicht gut. Auch für den Standort München ist das nicht gut.“

Der 58-Jährige wünscht sich, dass die Sechzger wieder bessere Zeiten erleben dürfen: „Ich hoffe, dass sie bald wieder auf die Beine kommen und bin optimistisch, dass sie das packen werden. Besonders, weil sie unfassbar treue Fans haben.“ Manchmal sei es „auch gut, wenn man wieder von unten anfangen muss“.

An einem gewissen Punkt hört der Spaß allerdings auf: Auf Nachfrage eines Journalisten, ob die Bayern den klammen Löwen nicht einfach fünf Millionen Euro überweisen könnten, erklärte Dreesen: „Das sehe ich etwas kritischer. Es gibt auch bei uns eine gelebte Antipathie von Mitgliedern und Fans. Das zeigt sich ja nicht nur durch irgendwelche Banner, die bei der Meisterfeier vorbeigetragen werden, sondern durch viele Schichten.“

Dem Vorschlag muss der Vorstandsboss der Bayern daher eine Absage erteilen: „Ich glaube offengestanden, dass Teile unserer Mitglieder das nicht positiv sehen würden. Wir haben den Sechzgern zwar bereits unter die Arme gegriffen, als Not am Mann war. Aber ehrlicherweise nur in einem Rahmen, in dem es auch für den FC Bayern von Nutzen war.“

Sportlich freut sich Dreesen auf das Wiedersehen in der Regionalliga: „Ich hoffe, dass es zwei Derbys mit großartiger Stimmung werden.“MBU, HLR

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