Keine Ausreden mehr für Musiala

von Redaktion

WM? Überschaubar! Matthäus lässt bei Musiala keine Ausreden mehr gelten. © Charly/AFP

Rottach-Egern – Drei Wochen ist es her, da wurde bei Jamal Musiala eine Metallplatte entfernt. Die Operation war so geplant, der Bayern-Star hatte den Fremdkörper seit seiner schweren Verletzung bei der Club-WM im Sommer 2025 im linken Fuß. Nun ist die Hoffnung groß, dass der 23-Jährige endlich wieder befreiter aufspielen kann.

Dafür verfolgen Spieler und Verein einen klaren Reha-Plan: Noch darf sich Musiala im Urlaub erholen. Erst wenn die Mannschaft am Samstag im Rahmen der Audi-Summertour nach Südkorea reist, wird der Ausnahmedribbler an der Säbener Straße erwartet. Kommende Woche wird der Nationalspieler individuell trainieren und sobald der Tross aus Asien zurück ist, soll Musiala ins Mannschaftstraining einsteigen. Läuft alles nach Plan, ist der Offensivstar beim Supercup gegen Dortmund (22.8.) einsatzbereit.

Wenn es nach Lothar Matthäus geht, muss sich Musiala dann in Top-Form präsentieren. Der Rekord-Nationalspieler gilt zwar als großer Fan des Münchners, zählt ihn in seiner aktuellen Sky-Kolumne aber auch an: „Irgendwann ist es vorbei mit der schweren Verletzung, die er sich vor über einem Jahr zugezogen hat. Diese muss er nun endgültig aus dem Kopf bekommen.“

Ansonsten sieht Matthäus angesichts der großen Konkurrenz in der Offensive für Musiala schwarz: „Serge Gnabry hat im Wechselspiel mit Harry Kane gezeigt, dass sie hervorragend harmonieren. Auch bei Michael Olise und Lennart Karl wissen wir, dass sie auf der Zehn spielen können.“ Zumal Olise bei der WM auf genau dieser Position überzeugt hat. „Die Bälle, die er auf Kylian Mbappé gespielt hat, waren überragend. Ich bin mal gespannt, wer bei Bayern Olise erklärt, dass er wieder auf dem Flügel spielt“, fragte Bundestrainer Jürgen Klopp in seiner Rolle als Magenta-Experte.

Matthäus ist dennoch überzeugt, dass Bayern-Chefcoach Vincent Kompany die richtige Mischung finden wird: „Musiala hat zum Saisonende bei Bayern gute Ansätze gehabt, auch bei der WM waren gute Ansätze vorhanden. Aber es gibt jetzt keine Ausreden mehr.“M. BONKE, P. KESSLER

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