Roberto Mancini kehrt als Nationaltrainer Italiens zurück. Der 61-Jährige, der die Squadra Azzurra 2021 zum EM-Titel geführt hatte, übernimmt das Amt, das er von 2018 bis 2023 bereits innehatte. Der Verpflichtung des früheren Nationalspielers war ein chaotischer Auswahlprozess vorangegangen. Pep Guardiola und Carlo Ancelotti sagten ab, Andrea Pirlo schien den Posten sicher zu haben, wurde wegen eines Vertrags mit einem russischen Wettanbieter jedoch aussortiert. Neben Mancini soll auch der frühere Vereinstrainer Claudio Ranieri (74) beim Neuaufbau helfen. Der einstige Meistertrainer des englischen Premier-League-Klubs Leicester City, der bis 2025 bei der AS Rom verantwortlich war, übernimmt die Position des Sportdirektors. Ranieri folgt auf Paolo Maldini, der das Amt nur wenige Tage ausgeübt hatte.
Der viermalige Weltmeister steht vor einem großen Umbruch. 2018 in Russland, 2022 in Katar und 2026 in den USA, Mexiko und Kanada fehlten die Italiener bei der WM-Endrunde. „Ich bin der Meinung, dass er der richtige Mann ist“, sagte Verbandschef Giovanni Malago. Mancini absolvierte selbst 36 Länderspiele für Italien und führte die stolze Fußballnation als Trainer zum bislang letzten großen Erfolg geführt. Trotz laufenden Vertrages war er vor drei Jahren zurückgetreten und als Nationaltrainer nach Saudi-Arabien gewechselt. Dafür wurde Mancini in der Heimat heftig kritisiert.EGERTON/DPA