Zidane am Ziel

von Redaktion

Endlich Nationaltrainer – Vertrag bis 2030

Paris – Als sein sportlicher Lebenstraum wahr wurde, dachte Zinédine Zidane zunächst an andere. Er sprach den Menschen, Feuerwehrleuten und Landwirten, die von den verheerenden Waldbränden in Frankreich betroffen sind, seine Unterstützung aus. „Meine Gedanken sind bei ihnen. Für viele Familien ist dies eine schwierige Zeit“, sagte der Superstar in seiner ersten Botschaft als neuer französischer Nationaltrainer.

Erst danach sprach das Idol der Équipe Tricolore über seine neue Aufgabe. Nach langem Warten gehe „ein Traum“ in Erfüllung. In den vergangenen fünf Jahren habe er zahlreiche Angebote ausgeschlagen, „denn das Einzige, was ich nach meiner Zeit bei Real Madrid machen wollte, war die französische Nationalmannschaft“.

„Das Einzige, was mich antreibt, ist, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie weiterhin gewinnt“, sagte der 54-Jährige. Am gestrigen Dienstag machte der französische Verband FFF seine Verpflichtung offiziell, Zidane unterschrieb einen Vertrag bis 2030.

Seine Referenzen sind herausragend: Als Spieler wurde Zidane Weltmeister (1998) und Europameister (2000), als Trainer gewann er mit Real Madrid dreimal die Champions League, zweimal die Club-WM und zweimal die spanische Meisterschaft. Seit seinem Abschied aus Madrid 2021 hatte er auf diese Chance gewartet.

„Es ist ein ganz anderer Beruf, aber ich habe keine Angst davor. Ich bin bereit“, sagte Zidane. Er verspüre „großen Stolz“, aber auch „große Verantwortung“ für eine „außergewöhnliche Mannschaft“. FFF-Präsident Philippe Diallo bezeichnete die französische Lichtgestalt als Wunschlösung mit der nötigen „Ausstrahlung, Kompetenz und dem Herzen unserer Fans“.

Seine Premiere feiert Zidane am 25. September in der Nations League in der Türkei. Das Heimdebüt folgt eine Woche später – ausgerechnet gegen Italien. Gegen die Azzurri hatte er 2006 mit seinem Kopfstoß gegen Marco Materazzi im verlorenen WM-Finale den wohl dunkelsten Moment seiner Spielerkarriere erlebt.SID

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