Die Skandalnudel siegt wieder

von Redaktion

Tennis statt Pornodreh: Tomic gewinnt erstes ATP-Match seit fünf Jahren

Bernard Tomic bei seinem Erstrundensieg in Los Cabos. © IMAGO

Seit kurzem Eltern: Tomic und Freundin Keely Hannah. © Instagram

Los Cabos – Was, der spielt noch?! Ja, und Bernard Tomic hat in Los Cabos sein erstes ATP-Hauptrundenmatch seit fünf Jahren gewonnen. Kurios: Eigentlich war die Tennis-Skandalnudel in der letzten Qualifikationsrunde nicht angetreten. Als Lucky Loser doch noch ins Hauptfeld befördert, ließ der 33-Jährige dem Lokalmatadoren Alex Hernández keine Chance und fertigte den Mexikaner in nur 46 Minuten ab (6:1, 6:0). Tomic weiß, wie es sich anfühlt, so abgeschossen zu werden, denn er hält immer noch den Rekord für die schnellste Niederlage der ATP-Geschichte: 2014 verlor er gegen Jarkko Nieminen (0:6, 1:6) in 28 Minuten und 20 Sekunden.

Früher galt Tomic, in Stuttgart geboren und danach nach Australien gezogen, als verheißungsvolles Talent. Als Jugendlicher holte er dreimal den Orange Bowl, eines der wichtigsten Juniorenturniere. Zudem gewann er 2009 bei den Australian Open als 16-Jähriger (!) ein Hauptrundenmatch.

Doch mehr als vier Turniersiege und Rang 17 in der Weltrangliste sprangen am Ende nicht heraus. Nicht nur mangels Talents, sondern weil es mit Tomics Arbeitsethos nicht immer zum Besten stand. Anfang 2020 versank der 1,96-Meter-Schlaks endgültig in der Versenkung. Genauer gesagt in der Trash-Welt. Tomic drehte mit seiner mittlerweile Ex-Freundin Vanessa Sierra ein Sextape. Davor war er bereits Teilnehmer im australischen Dschungelcamp.

Heute ist Tomic mit Influencerin Keely Hannah zusammen – und seit April Vater der kleinen Astara Aurelia. Eigentlich sollte dies seine letzte Saison sein. Doch nach seinem Challenger-Turnier-Triumph vor einer Woche in Lincoln (Nebraska, USA) gab Tomic zu Protokoll, dass er „jetzt ein paar Dinge neu bewerten“ müsse. Der glatte Sieg gegen Hernández dürfte ihn bestätigen und weiter vom erneuten Sprung in ein Grand-Slam-Hauptfeld träumen lassen. Sein nächster Gegner, Karen Chatschanow (26 der Welt), bietet dafür einen guten Gradmesser.MATHIAS MÜLLER

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