Nicht in Form: Florian Wellbrock. © Grits/dpa
Paris – Die Rückkehr nach Paris ist emotional. Olympiasieger Lukas Märtens denkt mit Stolz daran, dass er „vor zwei Jahren auch für mich Geschichte geschrieben“ hat, und will es bei der Schwimm-EM „gerne wiederholen“. Für Freiwasser-Star Florian Wellbrock, der 2024 ein Debakel erlebte, sind die Erinnerungen dagegen weit weniger positiv – ebenso für Angelina Köhler, die von einem „Trauma“ spricht.
Neben Märtens, der nach seinem Olympiatriumph über 400 m Freistil in Frankreichs Hauptstadt seinem WM-Titel und Weltrekord auch noch EM-Gold hinzufügen möchte, freut sich auch Isabel Gose auf das Rendezvous mit der Vergangenheit bei den am Freitag beginnenden Europameisterschaften. „Am liebsten würde ich nochmal in genau demselben Becken schwimmen, mit genau demselben Bus fahren, in genau demselben Dorf wohnen“, sagt die Olympiadritte über 1500 m.
Wellbrock, der sich im vergangenen Jahr als Vierfach-Weltmeister im Freiwasser zurückmeldete, pessimistisch, weil er in dieser Saison – auch durch drei Krankheitspausen – nicht zu seiner gewohnten Form gefunden hat. „Richtung europäische Spitze fehlt da momentan einiges“, sagt der 28-Jährige.
Angelina Köhler hingegen liegt über 100 m Schmetterling „in Europa mit der schnellsten Zeit vorne“. Die Ex-Weltmeisterin will sich mit Paris versöhnen: Bei Olympia verpasste sie eine Medaille knapp und bekam nach ihrer Kritik an der drittplatzierten Chinesin Zhang Yufei im Internet „auf allen meinen Kanälen einen Shitstorm“ sowie „die Breitseite des Hasses“ ab.SID