„Wir wollen nicht nur dabei sein“

von Redaktion

DHB-Kapitän Golla über seine Melsungen-Rückkehr und die CL

Weltklasse am Kreis: Johannes Golla. © Hartenfelser/Imago

Kassel/München – Seine Rückkehr zur MT Melsungen zählt zu den spektakulärsten Bundesliga-Transfers in diesem Sommer: Johannes Golla, Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft, hat sich nach acht Jahren bei der SG Flensburg-Handewitt dem nordhessischen European-League-Sieger angeschlossen. Wir haben mit dem 28-Jährigen über seinen Wechsel zur MT gesprochen.

Wie leicht war es, wieder in Kassel anzukommen?

Das Ankommen war nicht schwer, der Abschied schon. Es waren immerhin acht Jahre in Flensburg. Der Umzug war stressig. Jeder weiß, wie herausfordernd so etwas ist. Aber jetzt sind wir hier. Es gibt noch Kleinigkeiten am Haus zu erledigen (lacht). Der Sommer ging zu schnell rum.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre ersten Jahre bei der MT?

Es war eine besondere Zeit, von der noch einiges präsent ist. Wenn ich jetzt durch Melsungen oder Kassel fahre, dann sehe ich einige Ecken, die sich nicht verändert haben. Es gibt viele kleine Sachen, die mich an damals erinnern. Etliches kommt mir sehr vertraut vor.

Konnten Sie sich im Nachhinein ein bisschen über den Europapokal-Triumph Melsungens freuen?

Ich habe es von Anfang an gesagt: Die MT hatte sich den Sieg in der European League verdient. Sie war in Hamburg die beste Mannschaft. Es ist etwas komisch: Bei mir saß der Stachel der Enttäuschung nach dem verlorenen Halbfinale gegen die MT tief. Wir haben eine ganze Saison dafür gearbeitet, um beim Final Four dabei zu sein. Dann kenne ich aber auch eine Menge Leute bei der MT, denen ich diesen Erfolg total gönne und die auf den Sieg gehofft haben.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Melsungen?

In der Bundesliga wollen wir jedes Spiel so erfolgreich wie möglich hinter uns bringen. Im Pokal ist das Final Four mein Traum. Und auch wenn die Champions League für Melsungen Neuland ist, heißt es nicht, nur dabei sein zu wollen.

Sie haben oft erwähnt, wie schwer es ist, sich auf ein Team von Coach Roberto Parrondo einzustellen. Was erhoffen Sie sich von der Zusammenarbeit?

Ich habe schon einen ersten Einblick bekommen. Es geht schon sehr viel um Details. Da sind taktische Sachen dabei, die ich vorher nicht kannte. Ich denke, dass es in den nächsten Wochen verfeinert wird. Es ist ein Riesen-Faustpfand für die Mannschaft, taktisch so gut eingestellt und variabel zu sein.

INTERVIEW: BJÖRN MAHR

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