Besuch am Tegernsee: Hoeneß. © IMAGO
Gute Laune beim Eis: Sportvorstand Eberl. © Ruiz
Beim traditionellen Testspiel des FC Bayern gegen den FC Rottach-Egern zum Abschluss des Tegernsee-Trainingslagers präsentierte sich Ehrenpräsident Uli Hoeneß volksnah wie eh und je: Trotz der hohen Temperaturen von 38 Grad posierte der 74-Jährige für dutzende Selfies, schrieb hunderte Autogramme und gönnte sich zur Stärkung Rostbratwürste.
Sportvorstand Max Eberl griff an diesem Nachmittag lieber zum Eis, seine Laune dürfte aber mindestens genauso gut gewesen sein wie die von Hoeneß. Der Bayern-Patron nahm den Auftritt an der Birkenmoosstraße zum Anlass, um eine Lanze für Eberl zu brechen. Zur Erinnerung: Am Tag des Pokal-Endspiels hatte Hoeneß die Chancen auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung des Sportvorstands auf 60/40 beziffert – und damit für ordentlich Unruhe gesorgt.
„Ich hab mich unglaublich über mich selbst geärgert, da ich der Meinung war, das Interview kommt in der Woche drauf am Freitag“, berichtete Hoeneß und gestand: „Damit war Max vor dem Endspiel nicht gut behandelt bei mir. Ich habe mich auch bei ihm entschuldigt.“ Auf Nachfrage, wie hoch die Chancen auf eine Verlängerung von Eberl im Moment seien, ließ Hoeneß keine Zweifel mehr über eine Weiterbeschäftigung: „100 Prozent.“
Vor allem die Tatsache, dass die Neuzugänge Nathaniel Brown und Ismael Saibari schon so früh in der Transferperiode fix gemacht wurden, honoriert der langjährige Bayern-Manager: „Wir haben eine perfekte Transferperiode gemacht wie letztes Jahr. Saibari hat mir bei der WM gut gefallen, Max und Christoph haben in den höchsten Tönen geschwärmt. Brown ist ein Riesentalent. Trotz Angeboten aus England wollte er unbedingt zum FC Bayern.“
Selbst mit den bisherigen Verkaufseinnahmen zeigt sich Hoeneß zufrieden: „Bis jetzt ist eine ganz schöne Summe zusammengekommen. Jetzt muss es noch gelingen, den einen oder anderen abzugeben. Aber ein Vertrag beim FC Bayern ist sakrosankt.“M. BONKE