IM BLICKPUNKT

DFB fordert Aufklärung

von Redaktion

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert im Zuge der gescheiterten Pläne von Gianni Infantino für einen Fifa-Investorendeal eine „lückenlose Aufklärung“ der Hintergründe. „Der Fifa-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt“, teilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit.

Wie die Europäische Fußball-Union Uefa drängt Neuendorf auf grundlegende Änderungen im Weltverband. „Wir müssen gemeinsam mit der Uefa und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der Fifa eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden“, sagte der 65-Jährige.

Auch die englische FA forderte eine Neuausrichtung des Weltverbandes. „Es ist an der Zeit für eine umfassende und gründliche Überprüfung der Führung und Governance der Fifa, um sicherzustellen, dass das globale Spiel transparent geführt wird“, hieß es in einer Reaktion bei X.

Spaniens Ligaboss Javier Tebas hat Fifa-Präsident Gianni Infantino zum Rücktritt aufgefordert. „Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die seine Governance modernisiert, die Glaubwürdigkeit wiederherstellt und zukunftsweisende Entscheidungen im Konsens mit den beteiligten Akteuren trifft“, schrieb der 64-Jährige in den Sozialen Netzwerken.

Bayern-Präsident Herbert Hainer hat erleichtert auf die Aufgabe der Fifa-Investorenpläne reagiert und den gesamten Vorgang scharf kritisiert. „Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist“, sagte Hainer kurz vor dem Abflug der Münchner Fußballprofis nach Südkorea.

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