Absprung: Freigang genoss den Urlaub. © Instagram
Frankfurt – Geht es nach den Eindrücken aus den sozialen Medien, hat Laura Freigang einen wunderbaren Sommer verbracht. Irgendwo zwischen Palmen, Stränden, Bergen und viel Wasser. Schöne Bilder, unter die ihre Fans viele warme Botschaften und Herzchen platziert haben. Hervor stach zwischen all den sonnigen Grüßen aber vor allem eine Frage, die nun schon seit zwei Monaten wie eine dunkle Wolke über der deutschen Fußball-Nationalspielerin hängt: „Schönen Urlaub, gibt‘s schon was Neues vom DFB?“
Der DFB, das ist der Deutsche Fußball-Bund, dessen Kontrollausschuss nun schon seit Anfang Juni gegen den Offensivstar von Eintracht Frankfurt wegen drei verpasster Dopingkontrollen innerhalb von zwölf Monaten ermittelt. Als Nationalspielerin gehört Freigang zum sogenannten Registered Testing Pool (RTP), für den die strengsten Meldepflichten gelten. Sie muss regelmäßig Orts- und Zeitangaben machen, um auch unangekündigt getestet werden zu können.
Weil Freigang dreimal für eine Kontrolle nicht an dem von ihr angegebenen Ort gewesen sein soll, droht ihr der Gang vors DFB-Sportgericht – und im schlechtesten Fall eine zweijährige Sperre. Für die 28 Jahre alte Kapitänin der Eintracht, die in 170 Bundesligaspielen stolze 100 Mal traf, wäre das verheerend. Selbst am Teamtraining dürfte sie dann nicht mehr teilnehmen.
Vor dem ersten Eintracht-Pflichtspiel der Saison – an diesem Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia (19.00 Uhr) – ist aber noch vieles unklar. Der Sachverhalt sei kompliziert, so der DFB. Die Spielerin selbst will aktuell nicht zu dem leidigen Thema sprechen, „so lange keine Klarheit in dieser Angelegenheit herrscht“, wie ihre Beraterin mitteilte.DPA