Die Bayern-Vision: ein Leistungszentrum der Basketballer auf dem Campus-Gelände. © FCB
München – Uli Hoeneß feiert am 5. Januar seinen 75. Geburtstag. Und wenn alles glattgeht, bekommt der Bayern-Patron rund um seinen Ehrentag ein nicht gerade kleines Geschenk von seinem Verein. Denn die Münchner planen auf dem clubeigenen Campusgelände ein neues Leistungszentrum für seine geliebten Basketballer. Erhoffter Baubeginn: Anfang 2027. Dafür hat der FCB zumindest schon einen Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Das Genehmigungsverfahren wird über die Lokalbaukommission (LBK) der Landeshauptstadt abgewickelt. Die Bearbeitungszeit beträgt je nach Komplexität mehrere Monate.
„Unser Plan ist, dass am FC Bayern Campus in einigen Jahren ein Performance-Center entsteht“, sagte Präsident Herbert Hainer schon 2020 (!) und ergänzte: „Bayern München soll DAS Basketball-Zentrum für Europa werden.“ Sechs Jahre später kommt die Vision endlich in die Umsetzung. Um perspektivisch tatsächlich im Konzert der Großen mitmischen zu können. Bisher liegt der Mittelpunkt des Kontinents nämlich wahlweise in Istanbul, Madrid oder Piräus.
Das neue Schmuckstück – die Ausschreibung gewann übrigens ein Dortmunder Architektenbüro – soll zukünftig alle Mannschaften beheimaten. Vom EuroLeague-Team über die zweite Mannschaft (ProB Süd) bis zu den Jugendteams. Auch die Büros, bisher im BMW Park untergebracht, ziehen um in die Ingolstädter Straße im Münchner Norden. Die bisherige Spielstätte soll aber weiter genutzt werden. Die Kracher-Duelle finden wie bisher im SAP Garden statt.
Für den FCB ist der „Performance-Komplex“, der innerhalb von zwei Jahren entstehen und der auch von den Fußballern genutzt werden soll, bereits das dritte aktuelle Bauvorhaben. An der Säbener Straße, auch die ursprüngliche Heimat der Basketballer, werden seit Anfang Juni das Fußball-Profihaus erweitert und die Rasenplätze modernisiert. Zudem wird der Store neu gestaltet. Parallel werkeln die Bayern im jüngst für rund 7,5 Millionen Euro erworbenen Hachinger Sportpark. Weil dort die neue Heimat der Frauenabteilung entsteht, ist auf dem Campus Platz frei geworden.MATHIAS MÜLLER