Grandios: Moritz Linus Wesemann. © Dilkoff/AFP
Paris – Pauline Pfeif und Ole Rösler grinsten schon fröhlich in die Kamera und posierten mit Daumen hoch für ein Foto, als die Konkurrenz vom Turm noch ins Becken von Paris sprang. Doch an der EM-Silbermedaille des deutschen Synchron-Duos im Centre Aquatique Olympique war nicht mehr zu rütteln.
„Ich bin wirklich sehr, sehr happy mit dem Ergebnis. Ich kann erhobenen Hauptes nach Hause fahren – mit drei Silbermedaillen“, sagte Pfeif. Zuvor war die Vizeweltmeisterin bereits im Einzel und im Synchronspringen mit Elena Wassen aus zehn Metern Höhe auf Platz zwei gelandet.
Auch der erst 18 Jahre alte Rösler zeigte sich „ziemlich stolz“ auf das gemeinsame Edelmetall. Zumal der Rostocker und die Berlinerin aufgrund der verschiedenen Standorte „so gut wie gar nicht“ im Vorfeld ihres ersten gemeinsamen Mixed-Wettbewerbes zusammen geübt hatten: „Wir hatten drei Trainingseinheiten maximal, aber es hat funktioniert“, sagte Rösler. Und wie!
Später am Abend krönte sich Moritz Wesemann zum zweiten Mal zum Europameister. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023. Der Berliner Lou Massenberg, der mit Jonathan Schauer überraschend Gold im Synchronspringen gewonnen hatte, landete mit 434,20 Zählern auf dem fünften Platz. SID