Ruckelsieg in Hongkong

von Redaktion

2:1-Sieg des FC Bayern gegen Aston Villa, aber die Fans sind wegen des TV-Streams sauer

Die Bayern jubelten zum Asien-Abschluss über das 2:1 gegen Aston Villa. © Yuen/Imago, Hei (2)/dpa

Der Stream machte zu Beginn der Partie in Hongkong Probleme – und brachte die Fans auf die Palme.

Tom Bischof organisierte die Angriffe.

Hongkong – Erfolgreicher Abschluss in Hongkong: Der FC Bayern ist am Freitagabend mit einem 2:1-Sieg gegen Aston Villa im Gepäck nach Deutschland geflogen. Beim ersten wirklichen Härtetest in der Vorbereitung erzielten Minjae Kim (37.) und Luis Diaz (73.) die Treffer, für die Engländer traf Joao Gomes (83.).

Daheim ärgerten sich aber einige Fans, weil der kostenpflichtige Livestream der Partie auf der Vereinswebsite Probleme verursachte. Zu Beginn konnte wegen technischer Probleme kein Signal hergestellt werden – und der Bildschirm blieb schwarz. Als kurze Zeit später, als eine Verbindung vorhanden war, ruckelte das pixelige Bild immer und der Kommentar war auf Englisch.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Schwierigkeiten gelöst waren. Der Rekordmeister erklärte: „Wir hatten in den ersten 5 Spielminuten kein Bild, weil es technische Probleme bei einem Dienstleister gab.“ Viele Anhänger machten ihrem Ärger in den sozialen Medien trotzdem Luft.

Vor Ort war die Stimmung deutlich besser: Bereits vor der Partie zogen chinesische Fans in einem Fanmarsch zum Stadion, auf dem Rasen durften erstmals in dieser Vorbereitung die WM-Fahrer von Beginn an ran. Manuel Neuer, Aleksandar Pavlović, Jonathan Tah und Nathaniel Brown standen genauso in der Startelf wie Konrad Laimer, der auf der ungewohnten Spielmacherposition auflief.

Joshua Kimmich (leichte Adduktorenprobleme) und Bara Sapoko Ndiaye (Knieprellung) wurden geschont. „Wir brauchen jetzt keinen Krawall zu machen, die wichtigen Spiele kommen erst noch“, erklärte Max Eberl im Vorfeld. An der Verpflichtung von Ndiaye, der mit einer Ausnahmeregel mitreisen durfte, ändert das nichts: „Es liegt daran, dass wir die Dokumente austauschen müssen. Wenn sie unterschrieben sind, werden wir es offiziell verkünden.“ Doch auch ohne Kimmich und Ndiaye lieferten sich beide Mannschaften ein Testduell auf ordentlichem Niveau. Die Partie litt allerdings unter dem zerrupften Rasen, der an vielen Stellen sehr trocken und hart war und damit die Angriffe verlangsamte.

Auf Münchner Seite ließ vor allem Tim Binder sein Können aufblitzen: Das 19-jährige Talent suchte immer wieder das Dribbling und zog von der rechten Seite in die Mitte. Auf der Doppelsechs organisierten Tom Bischof und Pavlović die Angriffe. Gleichzeitig merkte man beiden Teams allerdings an, dass sie noch mitten in der Saisonvorbereitung stecken – und daher wohl doch noch ein paar Wochen brauchen, um die Intensität zu erhöhen.

Die Münchner können daran nun wieder daheim feilen: Nach vier Tagen am Tegernsee und sieben in Asien beginnt eine normale Trainingswoche, bis am Samstag der Test im Telekom-Cup gegen RB Leipzig ansteht (15.30 Uhr, Magenta-TV). Die Fans des FC Bayern können dann bestenfalls live in der heimischen Allianz Arena zuschauen.V. TSCHIRPKE, M. BONKE

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