Raus aus dem Käfig

von Redaktion

Speerwerfer Weber sucht die alte Form

Deutschlands Speer-Gigant Julian Weber. © Hoppe/DPA

Birmingham – Wie ein eingesperrter Tiger im Käfig, sagte Julian Weber, fühle er sich. Ein Tiger, der endlich wieder raus möchte. Und das Gefühl von 2025 sucht. Im vergangenen Jahr knackte Deutschlands bester Speerwerfer beim Diamond-League-Meeting in Doha erstmals die 90-Meter-Marke (91,06 m). Beim Meeting-Finale in Zürich war er sein Arbeitsgerät dann sogar 91,51 m weit.

So stark 2025 war, so holprig verlief bislang die aktuelle Saison. Immer wieder bremsten Weber Entzündungen aus. Über Monate konnte er keine schweren Gewichte stemmen, keine Sprints, keine Sprünge: „Das war schon ärgerlich. Da gab es viele Momente, in denen ich mir gedacht habe: Was soll das denn jetzt? Das muss doch mal besser werden.“

Es wurde besser. Beim Saisoneinstieg in Luzern im Juli meldete sich der 31-Jährige mit 87,04 Metern zurück. Die viertbeste Weite in diesem Jahr weltweit, kein Europäer war besser. Die Deutsche Meisterschaft gewann Weber – zum sechsten Mal in Serie – trotz einer Lebensmittelvergiftung.

Nun also Birmingham. Und eine Anlage, die Weber liegen dürfte: „Ich freue mich mega, dass es losgeht. Ich habe lange hart darauf hingearbeitet und will ganz vorne mit dabei sein.“NMS

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