Bezos sieht Rot!

von Redaktion

Amazon-Boss will sich zusammen mit Facebook-Mitgründer beim FC Liverpool einkaufen

Vorsicht, KI! Manche Fans träumen bereits von einem umgebauten Anfield Stadion. © X

Bejubelt der milliardenschwere Jeff Bezos (re. o.) bald die Tore von Florian Wirtz & Co.? Der Amazon-Gründer will angeblich bei Liverpool einsteigen. © Bruno, Byrne/dpa

Liverpool – Er wäre einer der größten und spektakulärsten Deals der Premier-League-Geschichte: Amazon-Gründer Jeff Bezos, mit einem Vermögen von geschätzten 280 Milliarden US-Dollar einer der reichsten Menschen der Welt, soll zusammen mit einem Investoren-Konsortium kurz vor einem Kauf von rund 33 Prozent der Anteile des FC Liverpool stehen. Das berichtet der britische Sender Sky Sports UK.

Bezos ist bisher zwar nicht als Fußballfachmann bekannt, was er allerdings weiß, ist, wie man ein Unternehmen zu maximalem Profit führt: So baute er Amazon von einem Online-Buchhändler aus seiner Garage zum größten Versandhändler der Welt auf.

Gleiches hat er nun mit dem FC Liverpool vor und hat sich dafür finanzstarke Unterstützung geholt: An dem Deal sollen außer Bezos auch Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin (geschätztes Vermögen: 35 Milliarden US-Dollar) sowie Amit Bhatia (30 Mrd.), Schwiegersohn des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal (35 Mrd.), beteiligt sein.

Bhatia soll das Konsortium anführen und war zuvor selbst Anteilseigner beim Zweitligisten Queens Park Rangers. Saverin wiederum kennt das Fußballgeschäft zumindest etwas: 2022 hatte er sich mit einem anderen Konsortium erfolglos um eine Übernahme des FC Chelsea bemüht.

Der Deal hätte weitreichende Folgen: Die Investition soll den Gesamtwert des FC Liverpool auf rund 6 Milliarden Dollar – etwa 5,2 Milliarden Euro – treiben. Zur Einordnung: Als die aktuellen Eigentümer Fenway Sports Group (FSG) den Club 2010 von den glücklosen US-Investoren Tom Hicks und George Gillett übernahmen, kostete es sie gerade einmal 480 Millionen Dollar.

Offiziell bestätigt ist der Deal nicht. In einer Mitteilung von FSG heißt es aber, ein von Amit Bhatia geführtes Konsortium habe Interesse an einer strategischen Minderheitsbeteiligung am FC Liverpool bekundet. Eine offizielle Ankündigung könnte laut Sky Sports UK bereits in dieser oder der kommenden Woche folgen.

Bezos wäre damit nicht der erste Tech-Milliardär, der mit den Reds liebäugelt. Tesla-Chef Elon Musk soll laut seinem Vater Errol Musk ebenfalls Interesse an einer Beteiligung haben. Zuvor hatten schon Konsortien aus Katar und Saudi-Arabien bei FSG angeklopft.

Auch LeBron James hat schon Anteile

Basketball-Superstar LeBron James hält bereits seit Jahren rund zwei Prozent der Anteile. Bezos selbst hatte in der Vergangenheit außerdem mit einem Einstieg bei NFL-Teams wie den Seattle Seahawks oder den Washington Commanders geliebäugelt – beide Deals kamen nie zustande.

Sollte der Bezos-Deal wie erwartet über die Bühne gehen, würde FSG die operative Kontrolle über den Club zwar behalten. Es könnten aber neue Gelder für den Verein geschaffen werden: So träumen in den sozialen Netzwerken bereits Fans von einem Umbau des Anfield-Stadions, in dem sich die Weltstars versammeln. Gleichzeitig kritisieren viele Anhänger Bezos, da Amazon aufgrund der Arbeitsbedingungen und Umweltverstöße immer wieder scharf in der Kritik steht.VINZENT TSCHIRPKE

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