Gold – was sonst?

von Redaktion

Ja, genau, großartig: Katharina Hemmer begeisterte in der deutschen Equipe. © CHRISTOPHER NEUNDORF/EPA

Aachen – Isabell Werth strahlte erleichtert und winkte ins Publikum. Die Rekordreiterin hat die zehnte WM-Goldmedaille ihrer eindrucksvollen Karriere gewonnen. Mit dem deutschen Team holte die Dressur-Legende bei den Heim-Weltmeisterschaften in Aachen den Titel und genoss die Atmosphäre im größten Reit-Stadion der Welt.

„Das war super“, kommentierte Werth ihren Ritt, mit dem sie den Vorsprung der vorherigen drei Paare der deutschen Mannschaft nach Hause brachte. Es ist das insgesamt dreizehnte WM-Gold für Deutschland. Platz zwei ging an Großbritannien.

„Sie kann ja jetzt entspannt reiten“, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu zum deutlichen Vorsprung, mit dem Werth nach Katharina Hemmers formidablen Auftritt mit Denoix ins Viereck einritt. „Das werde ich ihr mitgeben.“ Am Tag zuvor hatten Raphael Netz mit Camelot und Frederic Wandres mit Bluetooth die Grundlage gelegt.

„Da brauchte man jetzt kein Mathe-Genie für sein“, sagte Hemmer zum Vorsprung des deutschen Teams, den Werth mit Wendy veredelte. „Die Jungs haben super vorgelegt, ich habe mich schon bedankt, die haben viel Druck rausgenommen.“

Hemmer selbst zeigte sich bei ihrer ersten WM vor rund 18.000 Zuschauern unbeeindruckt. „Ich habe mit Druck sowieso nicht so viel am Hut“, sagte die 32 Jahre alte Reiterin – und fügte grinsend an: „Zum Glück!“

Und Isabell Werth? „Ich glaube, für Isabel ist das quasi gehopst wie gesprungen“, sagte die Teamkollegin lachend. „Also, die kann es auch sehr gut mit Druck.“ Aber in diesem Fall könne Werth, „glaube ich, entspannt aufreiten“.

Hemmer hatte zuvor auch ihre beiden Teamkameraden begeistert. „Geil, einfach geil“, kommentierte Netz den Ritt seiner Kollegin. Hemmer zeigte die bis dahin beste Leistung, bevor die besten Paare jeder Nation an den Start gingen.

Die Bundestrainerin war begeistert und schwärmte nach Hemmers Ritt: „Das war unglaublich toll, dass sie das auf dem Championat auch wirklich raushaut. Da war eine Linie nach der anderen immer besser, immer besser und so souverän. Sie hat so eine Gabe, dass sie im Viereck spürt, was geht noch mehr. Sie steigert sich so durch die Prüfung.“DPA

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