Schneller Sprint: Niklas Kaul. © Sven Beyrich/Imago
Weiter Satz: Leo Neugebauer. © BEN STANSALL/AFP
Birmingham – Leo Neugebauer auf Goldkurs, ein halbes Dutzend Titelkandidaten in den Startlöchern: Die deutschen Leichtathleten nehmen viel Schwung und die Aussicht auf eine sehr erfolgreiche zweite Hälfte der Titelkämpfe in Birmingham mit. Am Mittwoch sorgte vor allem der starke Start der Zehnkämpfer um Weltmeister Neugebauer für Freude im DLV-Team.
„Ich bin gut reingekommen, die Atmosphäre mit den ganzen deutschen Fans war super. Es macht mega Bock“, sagte der 26-Jährige, der nach dem ersten Tag 71 Punkten vor Jeff Tesselaar aus den Niederlanden liegt. Auch Ex-Weltmeister Niklas Kaul mit vier Saisonbestleistungen als Sechster und Youngster Amadeus Gräber als 13. sind gut dabei.
Vieles lief rund für Neugebauer, manches allerdings holprig. Über 100 m „hatte ich einen kleinen Stolperer, das hat aber nicht groß gestört.“ Im Hochsprung packte er die 1,96 erst im letzten Versuch, nach 1,99 m war dann Schluss – da kann Neugebauer ein wenig mehr. Dafür waren 17,13 m im Kugelstoßen allererste Sahne – so weit kam noch kein Zehnkämpfer bei einer EM. Im 400-Meter-Lauf (48,90 Sekunden) ging er zu schnell an. Kaul bot persönliche Bestleistung im Kugelstoßen. „Es läuft“, sagte der Mainzer. Der bislang letzte deutsche Zehnkampf-Europameister (2022) darf dank seines starken zweiten Tages Richtung Podest schauen.
Es könnte ein goldener Donnerstag werden. Gesa Felicitas Krause läuft um ihren dritten EM-Titel über 3000 m Hindernis nach 2016 und 2018. Ins Finale geht auch Lea Meyer als Vorlaufschnellste ambitioniert. „Wir sind beide Anwärterinnen, um aufs Podium zu laufen. Es gibt aber noch vier oder fünf weitere Läuferinnen.“DPA