Details zum Viessmann-Deal

von Redaktion

Bis Ende November soll alles fix sein – und der FCB um 250 Mio. reicher

Bayern-Präsident Herbert Hainer ist gut drauf. © Weber/Imago

München – Herbert Hainer war am Feiertag schwer im Einsatz: Am Nachmittag nahm der Präsident des FC Bayern beim 3:1 (1:0) im Telekom-Cup gegen RB Leipzig auf der Ehrentribüne Platz, abends freute er sich in Ingolstadt über das 3:0 (2:0) der Bayern-Frauen gegen den VfL Wolfsburg im Duell um den Supercup. Nicht nur wegen der beiden Siege war der 72-Jährige bestens gelaunt.

Nachdem unsere Zeitung am Donnerstag enthüllt hatte, dass der FC Bayern die letzten fünf Prozent der AG für 250 Millionen Euro an Viessmann, ein Heiztechnikunternehmen aus dem nordhessischen Allendorf, veräußern möchte, beobachteten die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters gespannt die Fan-Reaktionen. Ein erster Blick in die sozialen Medien zeigt: Die Mehrheit der Anhängerschaft hat wohl kein Problem mit den Planungen. Das sorgt beim Club für Erleichterung, denn der Verkauf wird offiziell per Präsidiums-Beschluss von Präsident Hainer und den Vizepräsidenten Prof. Dr. Dieter Mayer und Walter Mennekes gefasst. Es ist nämlich der e.V., der den Verkauf von fünf Prozent seiner Anteile plant und damit künftig 70 statt 75 Prozent an der AG hält.

„Ich kann nur allgemein sagen, dass der Club immer daran denkt, wie man stabil und in dieser teilweise auch verrückten Fußballwelt kompetitiv bleibt. Und da bin ich mir sicher, dass das unser Präsident Herbert Hainer mit seinen Kollegen sehr, sehr weitsichtig vorantreibt“, sagte Sportvorstand Max Eberl bei der Vorstellung von Neuzugang Isamel Saibari.

Der Mega-Deal ist eng mit dem Namen Max Viessmann verbunden. Der 36-Jährige sitzt als CEO der Viessmann Generations Group – die den Fünf-Prozent-Anteil erwerben würde – im Verwaltungsbeirat des e.V. und würde als Anteilseigner künftig einen Platz im Aufsichtsrat der AG erhalten. Wenn alles weiter nach Plan läuft, soll das Geschäft bis zur Jahreshauptversammlung Ende November final über die Bühne gehen.

Dass die Bayern durch den harten Sparkurs der vergangenen Jahre wieder ein gut gefülltes Festgeldkonto haben, kommt ihnen bei den Verhandlungen zugute. Der Club hat nämlich keinen Kapitalbedarf, was seine Position stärkt und für zusätzliche Millionensorgen könnte.MANUEL BONKE

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