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Frankfurt – Bundestrainer Jürgen Klopp legt los – und rudert nach seinen scharfen Worten bei der Antritts-Pressekonferenz vor rund drei Wochen zurück. An seinem ersten offiziellen Arbeitstag als neuer Nationaltrainer gab Klopp nämlich im Interview auf der TV-Plattform DFB erste Einblicke in seine Ideenwelt, auf seine personellen, taktischen oder strukturellen Vorstellungen ging er aber erneut nicht konkret ein. Stattdessen räumte er einen Fehler ein.
Bei der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung habe er es mit gewissen Aussagen ermöglicht, „diese Medienschelte als die Überschrift zu nehmen“, sagte der 59-Jährige selbstkritisch. „Das war mein Fehler.“ Bei dem Wort „Medienschelte“ zeigte er mit seinen Fingern Anführungszeichen in der Luft.
Klopp hatte bei seiner Vorstellung an die Medien gerichtet gesagt: „An dem Tag, an dem ihr das nicht mehr wollt, sagt ihr es und ich bin weg. Ohne Abfindung. Wenn ihr morgen sagt, der ist scheiße, bin ich weg.“ Außerdem betonte er: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg.“ Mit Bezug auf mögliche sportliche Kritik sagte Klopp, dass er gerne bereit sei, daran zu arbeiten, wenn etwas nicht funktioniere. Klopp erklärte nun, dass er etwas habe klarstellen wollen. Nach seinem Ende als Trainer des FC Liverpool 2024 habe sich die englische Presse auf ihn und seine Familie gestürzt „wie die Fliegen auf Honig“, erzählte Klopp: „Ich wollte sagen: Das wird nicht nochmal passieren.“
Er habe „wirklich große Lust“ auf die Aufgabe, bekräftigte der Meistercoach des FC Liverpool und von Borussia Dortmund: „Aber wenn die große Masse der Leute draußen denkt: ‚Ja, jetzt lass das doch‘, dann würde ich das lassen. Ich muss mich ja nicht aufzwingen.“
Beim DFB habe er schnell gemerkt, dass innerhalb des Verbands „richtig gute Leute“ arbeiten würden. Er müsse aufgrund der enttäuschenden WM mit dem Aus in der ersten K.-o.-Runde nicht „einmal feucht durchwischen und bei null anfangen“. DPA