Eberl-Spezl droht das Aus

von Redaktion

Vivell möglicher Nachfolger für Chefscout Schmadtke

Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl. © MIS/Imago

München – Sportvorstand Max Eberl steht dem Vernehmen nach vor der Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrags. Aber dafür gibt es offenbar Bedingungen. Eine davon: Nach unseren Informationen soll Eberl zuletzt mitgeteilt worden sein, dass er sich von Chefscout Nils Schmadtke trennen müsse.

Der Sohn von Ex-Bundesliga-Manager Jörg Schmadtke wechselte erst im Herbst 2024 zum FC Bayern. Und krempelte anschließend die Scouting-Abteilung der Münchner personell ordentlich um. Zudem setzte der 37-Jährige auf ein kostenintensives und organisatorisch extrem aufwendiges Live-Scouting vor Ort.

Allerdings: Überraschende Entdeckungen, die günstig eingekauft wurden und später voll eingeschlagen haben, blieben in seiner bisherigen Amtszeit aus. Neben Zweifel an seiner Bayern-Tauglichkeit soll auch sein Auftreten das ein oder andere Mal kritisch gesehen worden sein.

Eberl und Schmadtke kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten bei Mönchengladbach. Schmadtke junior war von April 2019 bis Ende Juni 2020 Scout bei der Borussia. Zu jener Zeit war der heutige Bayern-Boss Eberl Sportdirektor bei den Fohlen. Als Schmadtke beispielsweise in der Gladbacher U 19 spielte, war Eberl Nachwuchskoordinator des Vereins.

Beim FC Bayern führten ihre Wege wieder zusammen. Doch nun droht die Trennung.

Die Verantwortlichen des FC Bayern machen sich bereits Gedanken über die Nachfolge von Schmadtke. Wie unsere Zeitung erfuhr, ist Christopher Vivell ein Kandidat für den deutschen Rekordmeister. Der 39-Jährige ist aktuell noch Leiter der Scouting-Abteilung von Manchester United. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Zuvor arbeitete Vivell bei Chelsea, Hoffenheim, Leipzig und Salzburg. Aus der gemeinsamen Zeit in Österreich kennt ihn Bayern-Sportdirektor Christoph Freund bestens. Beide schätzen sich menschlich und beruflich.

Schon im Herbst 2023 gab es Gerüchte um ein Engagement von Vivell beim FC Bayern. Nun könnte das Thema konkreter werden.PHILIPP KESSLER, MANUEL BONKE

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