Nächste Party auf dem Dorf?

von Redaktion

Löwen gewarnt: Aubstadt hat zwar nur 793 Einwohner, ist aber noch ungeschlagen

Hurra, die Löwen sind da! © Hafner/Imago

München – Gegnerischen Verein in die Suchleiste eintippen, Route ansehen und entsprechende Fahrkarten kaufen. So läuft vielerorts die Vorbereitung einer Auswärtsreise von Fußballfans ab. Das Problem für die Anhänger der Löwen: Beim TSV Aubstadt spuckt Google Maps lediglich aus: „Die Route mit öffentlichen Verkehrsmitteln konnte nicht berechnet werden.“ Spätestens da wird klar, dass heute Abend zwei Welten in der Regionalliga Bayern aufeinandertreffen. Auf der einen Seite das kleine unterfränkische Dorf (793 Einwohner), auf der anderen die populären Sechzger mit ihrem reisefreudigen Anhang. So groß die Unterschiede neben dem Platz auch sind, so eng wird es sportlich zur Sache gehen. Aubstadt ist gut in die Saison gestartet, wie die Löwen noch ungeschlagen.

„Das ist ein sehr unangenehmer und kampfstarker Gegner. Wir müssen von Beginn an dagegenhalten“, fordert 1860-Coach Alper Kayabunar. Er und die Mannschaft sind am Montag mit dem Bus angereist, um Reisestrapazen am Spieltag zu vermeiden. Rund vier Stunden benötigt man aus Giesing für die 310 Kilometer lange Strecke – die weiteste Auswärtsfahrt der Saison.

Viel Zeit also auf dem Heimweg, um über das Spiel zu diskutieren. Damit die Gespräche fröhlicher Natur sein werden, müssen die Löwen im Defensivverbund höllisch aufpassen. Aubstadt hat beim 5:1-Kantersieg gegen Schweinfurt seine spielerische Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gut für die Löwen: Angreifer Max Grimm (fünf Scorerpunkte in drei Spielen) wird der selbsternannten „Macht im Grabfeld“ rotgesperrt nicht zur Verfügung stehen. Doch auch die Sechzger reisen nicht mit der vollen Kapelle an: Rückkehrer Felix Weber hat sich eine leichte Rippenverletzung zugezogen. Der Innenverteidiger fällt definitiv aus. Zudem steht hinter Allrounder Raphael Wach noch ein kleines Fragezeichen.

Die Löwen wollen in Aubstadt dort weitermachen, wo sie beim 3:0-Erfolg in Memmingen aufgehört haben. Der emotionale Sieg habe der Mannschaft gutgetan, betonte Kayabunar: „Wir haben uns sehr gefreut, es am Freitag und Samstag genossen, die Stimmung war top. Wir haben uns für ein gutes Spiel belohnt.“ Einmal erlebt, wollen die Sechzger die nächste weiß-blaue Party feiern. Damit die Löwenbrust noch breiter wird, ehe es am Samstag (18 Uhr) im DFB-Pokal gegen Zweitligist Holstein Kiel geht.MBU

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