Tim Binder ist am Ball schwer zu halten. © Nachtigall/Imago
München – Lennart Karl (18) war vergangene Saison der absolute deutsche Shootingstar. Jetzt hat der FC Bayern mit Tim Binder (19) den nächsten Karl am Start! Beim Telekom-Cup gegen RB Leipzig stand Binder erneut in der Startelf von Trainer Vincent Kompany und nutzte seine Chance. Der Flügelspieler war einer der auffälligsten Bayern-Profis, bereitete das 1:0 durch Luis Diaz in der 13. Minute vor. Damit hat Binder nach den Einsätzen gegen SV Wehen Wiesbaden (1:2), Jeju United FC (2:1) und Aston Villa (2:1) bereits 253 Spielminuten auf dem Konto.
Nicht nur Binders Senkrechtstart erinnert an Karl. „Von der Physis und der Spielanlage sind beide relativ ähnlich. Beide haben eine herausragende Technik und einen starken linken Fuß“, sagt Jochen Sauer, Direktor Nachwuchsentwicklung und Chef des Nachwuchsleistungszentrums, gegenüber unserer Zeitung: „Tim ist, anders als Karl, auch am Flügel zu Hause. Während Lennart gedanklich meistens in die Mitte zieht und zum Abschluss kommt, kann Tim durch seine Schnelligkeit und die Dribblings auch sehr gut über außen spielen.“ Sauer ist überzeugt: „Tim hat sicherlich die Qualitäten, sich seine Minuten trotz des starken Bayern-Kaders zu erkämpfen.“
Auch Dante, Trainer von Binder bei der zweiten Mannschaft, lobt: „Wenn er so weiterarbeitet, wird sich Tim mit Sicherheit noch weit entwickeln. Durch seine Mentalität und seinen großen Willen zu lernen kann er es sehr weit schaffen.“KIAN FALK, MANUEL BONKE