Aus Kimi wird Franz

von Redaktion

Kart-Ausflug in Nürnberg: WM-Favorit Antonelli erinnert an Verstappen-Pseudonym

Auch abseits der Formel 1 schnell: Verstappen (links) und Antonelli. © Isza/AFP

Nürnberg – Mercedes-Shootingstar Kimi Antonelli (19) fährt als WM-Spitzenreiter zu Max Verstappens Heimrennen nach Zandvoort – und scheint sich von dem vierfachen Weltmeister nicht nur durch Gespräche inspirieren zu lassen. Wie Verstappen nutzte Antonelli seine Formel-1-Sommerpause nicht nur zum Abschalten. Ein Besuch bei Teamsponsor Adidas in Herzogenaurach sollte für den Italiener nicht nur zum Händeschütteln dienen, er wollte selbst aktiv sein und trug sich deshalb bei einer Leihkart-Veranstaltung auf der Formula-Kartbahn in Nürnberg als Teilnehmer ein.

Er nutzte dabei den gleichen Vornamen wie Verstappen bei einem GT3-Test im vergangenen Jahr auf der Nordschleife und tauchte als „Franz Antonelli“ in der Zeitenliste auf. Damals sagte der Niederländer, dass er gebeten wurde, unter anderem Namen zu fahren, damit er nicht schon am Morgen für Aufsehen sorgt. „Ich dachte, ich will einen Namen wählen, der deutscher nicht sein könnte. Daher kam ich auf Franz Hermann“, erklärte der Verstappen später. Antonelli scheint sich bei seinem Kart-Ausflug in Nürnberg zumindest bei der Namenswahl davon inspirieren lassen zu haben.

Für den Italiener ist es allerdings nicht das erste Versteckspiel auf einer Kartbahn. Bereits im Dezember 2025 ging Antonelli im englischen Milton Keynes unter dem Namen „Henry Shovlin“ an den Start. Erst nach dem Rennen bemerkten seine Konkurrenten, gegen wen sie tatsächlich gefahren waren. Auch in Nürnberg brachte Antonelli mit seiner Geschwindigkeit alle zum Staunen. Der zweimalige Kart-Europameister war mit gestoppten 25,400 Sekunden gut 1,5 Sekunden schneller als der Rest.

An diesem Wochenende warten auf Antonelli nun wieder deutlich mehr PS. Beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort startet Antonelli als WM-Führender in die zweite Saisonhälfte. Schon am Samstag (12 Uhr/Sky) geht es im Sprintrennen um Punkte, am Sonntag steigt um 15 Uhr (RTL und Sky) zum vorerst letzten Mal das Hauptrennen in Zandvvort (siehe Kasten).RALF BACH

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