Rodri bei seiner Ankunft in Barcelona. © Garcia/EPA
Barcelona – In einer lässigen schwarzen Jeans und einem lockeren weißen Shirt trat Rodri aus dem Flughafengebäude und weckte Träume von einer goldenen Zukunft beim FC Barcelona. „Die Champions League? Wir wollen alles gewinnen!“, sagte der spanische Weltmeister-Kapitän. Noch war sein Vertrag bei den Katalanen da nicht unterschrieben, die Transfer-Saga um den Ballon-d’Or-Gewinner von 2024 war dennoch beendet: Der spanische Meister hat das Rennen um den wohl besten Sechser der Welt gewonnen und den Erzrivalen Real Madrid mit seinem Königstransfer ausgestochen.
„Ich bin sehr froh, angekommen zu sein. Die letzten Tage waren intensiv, aber ich bin froh, dass alles geregelt ist“, sagte Rodri am Montagabend: „Natürlich ist es ein Traum, für den FC Barcelona zu spielen.“ Am Dienstagmorgen stand laut spanischen Medien der obligatorische Medizincheck an, eine offizielle Verkündung der Schlüsselpersonalie sollte nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP „in den kommenden Tagen“ folgen.
Für den zentralen Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim englischen Spitzenverein Manchester City noch bis 2027 läuft, soll Barcelona 76,5 Millionen Euro zahlen. Der 30-Jährige, der auf die Neuzugänge Karim Adeyemi, Anthony Gordon und Jesse Bisiwu folgt, soll im Team des deutschen Trainers Hansi Flick eine zentrale Rolle einnehmen. Rodri ist mehr als ein defensiver Abräumer. Er kann das Spiel aus der Tiefe kontrollieren, sich zwischen die Innenverteidiger fallen lassen, den Ball unter Druck behaupten und mit seinen Pässen das Tempo bestimmen.
In Barcelona sieht er die anderen WM-Helden wie Lamine Yamal, Dani Olmo oder Pedri wieder. Auf Marc Cucurella trifft Rodri dagegen künftig als Gegenspieler im Clásico. Der Linksverteidiger war im Sommer vom FC Chelsea zu Real Madrid gewechselt – zu jenem Klub also, der sich ebenfalls intensiv um Rodri bemüht hatte. Schon im Juli war von Gesprächen zwischen den Königlichen und den Beratern berichtet worden. Die Verhandlungen gerieten ins Stocken – und der FC Barcelona nutzte seine Chance.SID