Jamal Musiala wird vom Betreuer vom Platz gebracht. © Langer/DPA
Die Spieler eilten sofort zu Musiala, der benommen auf dem Boden saß. © Ulmer/Imago
Nur wenige Minuten nach der Einwechslung sackte Musiala zusammen. © Ulmer/Imago
München – Der Fußball rückte in der 67. Minute plötzlich in den Hintergrund: Beim 4:2 (1:2) des FC Bayern im Test gegen Heidenheim sackte Jamal Musiala plötzlich zusammen und saß benommen auf dem Boden. Wie schon drei Tage zuvor, beim 3:1 gegen Leipzig, war der 23-Jährige erst kurz zuvor eingewechselt worden (dieses Mal waren es sechs Minuten auf dem Feld). Und wie bei jenem Test bildeten die Spieler auch dieses Mal schnell einen Kreis als Sichtschutz um den Angreifer.
Für ein paar Minuten hallten Musiala-Gesänge beider Fanlager durch die Heidenheimer Voith-Arena, im Anschluss konnte der Offensivspieler das Feld selbstständig verlassen. Der Schock blieb aber – und hüllte diesen eigentlich als sportliche Generalprobe vorgesehenen Test in eine merkwürdige Stimmung. „Jamal wird sich selbst zeitnah dazu äußern, wir wissen Bescheid“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach Spielende in der Mixed Zone. Später meldete sich Musiala selbst via Instagram: „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut! Ich bin besonders dankbar für eure Nachrichten und euren Support!“, leitete er sein Statement ein.
Ihm sei es wichtig, den Fans die Sorge zu nehmen und aufzuklären: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen (Bewusstseinsaussetzer, Anm. d. Red.) festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“ Ferner bestehe jedoch kein gesundheitliches Risiko, der FC Bayern und das private Umfeld unterstütze Musiala auf dem Weg: „In enger Abstimmung und in regelmäßigem Austausch mit den Experten ist es mein persönlicher Wunsch gewesen, mich der Herausforderung zu stellen und mit der Freigabe der neurologischen Fachärzte mich weiter dem zu widmen, was mir bei der Genesung am meisten hilft: Einfach meinen Alltag zu leben und meiner Passion Fußball zu spielen weiter nachzugehen.“
Gespielt wurde nach dem Vorfall in Heidenheim weiter, doch wollen wir an dieser Stelle nicht über Taktik oder Tore schreiben. Wenn es um die Gesundheit geht, gerät das Sportliche in den Hintergrund. „Was mir auf diesem Weg am meisten hilft, ist, mit meinem Team und eurem großartigen Support weiter Siege & Titel zu jagen“, schrieb Musiala.
VT, NMS