Hamilton verdient gut 70 Millionen Dollar. © Isakovic/AFP
Topverdiener in der Formel 1: Max Verstappen. © Balogh/EPA
München – Die Formel 1 ist nicht nur die Königsklasse des Motorsports – sie ist auch ein Millionen-Zirkus, bei dem die Topstars mit die bestverdienenden Sportstars weltweit sind. Die tz zeigt, wer im Fahrerfeld 2026 wie viel kassiert – und warum das Gehalt oft nur die halbe Wahrheit ist.
Red Bull zahlt seinem Superstar Max Verstappen laut „Forbes“ geschätzte 76 Millionen US-Dollar – damit ist der Niederländer erneut der Topverdiener im Feld. Teamkollege Isack Hadjar kommt auf rund fünf Millionen Dollar.
Ferrari leistet sich das teuerste Fahrerduo der Formel 1. Charles Leclerc soll rund 30 Millionen Dollar verdienen, Rekordweltmeister Lewis Hamilton sogar 70,5 Millionen Dollar. Gemeinsam verschlingt das Duo damit mehr als 100 Millionen Dollar.
McLaren: Auch der amtierende Team-Champion greift tief in die Tasche. Weltmeister Lando Norris wird auf 57,5 Millionen Dollar geschätzt, Oscar Piastri auf 37,5 Millionen Dollar.
Mercedes setzt auf eine Mischung aus Erfahrung und Zukunft: George Russell soll 26 Millionen Dollar erhalten, Nachwuchstalent Kimi Antonelli rund 12,5 Millionen Dollar.
Aston Martin zahlt Fernando Alonso geschätzte 26,5 Millionen Dollar, Lance Stroll kommt auf 13,5 Millionen Dollar.
Williams: Neuzugang Carlos Sainz verdient rund 13 Millionen Dollar, Alex Albon etwa acht Millionen Dollar.
Alpine setzt auf Pierre Gasly (ca. zwölf Millionen Dollar) und Franco Colapinto (rund drei Millionen Dollar).
Haas beschäftigt Esteban Ocon (sechs Millionen Dollar) und Oliver Bearman (zwei Millionen Dollar).
Audi: Und was bezahlt das deutsche Team in seinem ersten offiziellen Jahr unter dem Namen der vier Ringe? Die Antwort: Nico Hülkenberg bekommt sieben Millionen Dollar und sein brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto zwei Millionen.
Racing Bulls: Red Bulls „Kindergarten-Team“ setzt auf Liam Lawson (drei Millionen Dollar) und den erst 18-jährigen Arvid Lindblad. Sein geschätztes Gehalt liegt zwischen 500.000 und einer Million Dollar – der niedrigste Wert im gesamten Starterfeld.
Cadillac: Das neue Team verpflichtete zwei erfahrene Rückkehrer: Valtteri Bottas und Sergio Pérez sollen jeweils rund fünf Millionen Dollar erhalten. Teamchef Graeme Lowdon begründete die Entscheidung bereits 2025: Zwei erfahrene Piloten seien entscheidend, um ein komplett neues Team aufzubauen.
Was man wissen muss: Die veröffentlichten Millionenbeträge bestehen längst nicht nur aus einem festen Jahresgehalt. In der Formel 1 sind leistungsabhängige Boni ein entscheidender Bestandteil der Verträge. Das zeigt besonders das Beispiel vom amtierenden Weltmeister Lando Norris. Laut „Forbes“ betrug sein Grundgehalt 2025 lediglich 18 Millionen Dollar.
Interessant: Die Automobilbehörde profitiert auch von den Fahrergehältern: Sie hat quasi eine Luxussteuer erhoben. Für die FIA-Superlizenz wird neben einer Grundgebühr eine Abgabe pro WM-Punkt fällig. Der Führerschein kostet 11.842 Euro Grundgebühr plus 2392 Euro je WM-Punkt. Das bedeutet: Je erfolgreicher ein Fahrer war, desto teurer wird seine Startberechtigung für die neue Saison. Die Kostenobergrenze der Formel 1 liegt 2026 bei 215 Millionen US-Dollar pro Team. Doch die Fahrergehälter fallen ausdrücklich nicht unter dieses Limit.RALF BACH