Das letzte Puzzlestück

von Redaktion

Nur der Vuelta-Sieg fehlt Rad-Monster Tadej Pogacar noch – neue Klauseln immer Vertrag?

Monaco – Wenn direkt vor der eigenen Haustür in Monaco ein Radrennen stattfindet und auch noch Fürst Albert II. einem seiner prominentesten Einwohner zujubeln will, kann Tadej Pogacar nun wirklich nicht Nein sagen. 26 Tage nach seinem historischen fünften Triumph bei der Tour de France beendet der Superstar seinen Sommer-Urlaub und will eine der wenigen Lücken in seiner beeindruckenden Erfolgsbilanz schließen. Ein Sieg bei der am Samstag beginnenden Vuelta a España fehlt Pogacar noch.

Bevor der slowenische Weltmeister die letzte der drei großen Rundfahrten in Angriff nimmt, wartet aber offenbar noch ein kaum weniger bedeutender Termin. Am Freitag will demnach das Pogacar-Lager mit Rennstall-Präsident Matar Suhail Al Yabhouni Al Dhaheri aus den Emiraten und Teamchef Mauro Gianetti im Fürstentum einen neuen Vertrag fixieren.

„Tadej ist zufrieden, aber es gibt einige Punkte zu besprechen – und dabei geht es nicht ums Geld. Wir werden über das Jahr 2031 sprechen. Wir wollen bestimmte Klauseln erörtern. Unsere Absicht ist es, den Vertrag zu verlängern“, sagte Berater Alex Carera dem renommierten Radsport-Journalisten Daniel Benson.

Der Kontrakt von Pogacar läuft aktuell bis 2030, in der Vergangenheit hatte der 27 Jahre alte Ausnahmekönner auch mal über ein Karriereende nach den Olympischen Spielen 2028 nachgedacht. Eine vage Hoffnung, die seine Rivalen um Jonas Vingegaard, Remco Evenepoel oder Florian Lipowitz wohl erst einmal ad acta legen können.

Um welche Klauseln es bei den Gesprächen genau geht, ist nicht bekannt. Von Bildrechten, Prämien, den Rennplänen seiner Teamkollegen oder der Nutzung eines Privatjets ist die Rede. Über Geld wird aber ganz sicher auch gesprochen. Als Pogacar kurz vor der Tour 2024 seinen Kontrakt verlängerte, soll sein Gehalt auf schätzungsweise acht Millionen Euro angehoben worden sein.

Eine Summe, die seinem Leistungsvermögen kaum mehr gerecht wird. Denn seitdem hat Pogacar den Radsport dominiert wie vor ihm wohl nur Eddy Merckx. Drei Tour-Siege, zwei Weltmeister-Titel und etliche Klassiker-Siege sind hinzugekommen. Wenn Pogacar an die Startlinie rollt, geht es für die Konkurrenz meist nur um den zweiten Platz.

So wird es bei der Spanien-Rundfahrt kaum anders sein. Pogacar, der bislang einmal als 19-Jähriger 2019 am Start stand, wäre bei einem Triumph erst der neunte Radprofi mit Siegen bei allen drei Grand Tours.DPA

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