Unruhe am Main

von Redaktion

Eintracht vor Stresstest beim Fünftligisten

Das 0:7 wirkt in Frankfurt noch nach. © Kessler/dpa

Frankfurt am Main – Die Generalprobe? Ein Desaster. Die ewige Torwartfrage? Nur vorerst geklärt. Und selbst der lange unantastbare Markus Krösche steht bei Eintracht Frankfurt längst gehörig unter Druck. Der neue, alte Trainer Adi Hütter startet seine Mission Rehabilitierung am Main mit einigen Störgeräuschen – plötzlich wird schon der Saisonauftakt bei einem Fünftligisten zum Stresstest.

Der Druck war in Hütters Aussagen vor der ersten DFB-Pokal-Runde beim Oberligisten SC St. Tönis am Freitag (18 Uhr/Sky) durchaus herauszulesen. Es sei eine „sehr, sehr wichtige“ Partie „für alle Beteiligten“, betonte der Österreicher vor dem ersten Pflichtspiel seiner zweiten Amtszeit in Frankfurt mehrfach. Die 0:7-Klatsche beim FC Brentford im letzten Testspiel sei „ein Schuss vor den Bug“ gewesen, sagte Hütter.

Es besteht Handlungsbedarf. Vor allem für Sportvorstand Krösche, der bislang nicht alle Problemzonen ausgebessert hat. In der Defensive holte er als Ersatz für die abgewanderten Leistungsträger Rasmus Kristensen, Aurèle Amenda und vor allem Nathaniel Brown die jungen Otávio (20) und Malik Pimpong (18). Es fehlt neben dem zuletzt angeschlagenen Kapitän Robin Koch an Erfahrung und Klasse.

Noch größere Fragen wirft die Torhüterposition auf. Sowohl Kaua Santos als auch Michael Zetterer genügen durch ihre unkonstanten Leistungen den Ansprüchen der Eintracht nicht. Neue Keeper (Noah Atubolu, Lukas Hradecky) werden gehandelt. Im Pokal, das sagte Hütter, werde der noch vor einem Jahr so angepriesene Brasilianer Santos im Tor stehen.

Wen Krösche seinem neuen Hoffnungsträger noch zur Verfügung stellt, könnte künftig durchaus noch von Belangen sein. Nach dem Fehltritt Albert Riera steht Krösche mindestens unter Beobachtung.SID

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