1860 verliert das nächste Juwel

von Redaktion

Löwen im DFB-Pokal-Knaller gegen Kiel – Kayabunar bestätigt Husic-Abgang

Revanche? Schon 2018 trafen die Löwen mit Felix Weber (re.) auf Kiel – unterlagen mit 1:3. © Renate Feil

Schmerzhafter Verlust für die Löwen: Husic reißt eine Lücke ins Mittelfeld der Sechzger. © Sampics

Sein letzter Einsatz im Löwen-Trikot: Husic beim 3:0-Sieg in Memmingen vergangene Woche. © sampics

München – Jude Bellingham, Mats Hummels, Marco Reus oder Karim Adeyemi: Es war die geballte Prominenz, die im Grünwalder Stadion auflief, als die Löwen letztmalig im DFB-Pokal vertreten waren. Knapp vier Jahre nach diesem 29. Juli 2022 und der 0:3-Pleite gegen Dortmund ist 1860 wieder zurück auf der großen Fußballbühne – zumindest für einen Abend. Am heutigen Samstag (18 Uhr) versuchen die Sechzger, gegen Zweitligist Kiel für die große Pokalsensation zu sorgen.

Auf Loris Husic werden die Löwen dabei aber nicht mehr bauen können. Gerüchte über einen möglichen Wechsel des 18-jährigen Mittelfeldspielers gab es seit Wochen. Dann verdichteten sich unter der Woche die Anzeichen: Null Minuten Einsatzzeit beim umkämpften Auswärtsspiel in Aubstadt am Dienstag, Fehlen beim Training am Mittwoch. Nun möchte der österreichische U17-Vizeweltmeister von 2025 den nächsten Schritt machen. Als Topkandidat gilt dabei der FC Augsburg, aber auch Austria und Rapid Wien zeigen Interesse.

Endgültige Klarheit über den Abgang des ballstarken Youngsters schafften die Aussagen 1860-Coach Alper Kayabunar auf der Pressekonferenz am Freitag: „Loris wurde vom Verein ermöglicht, sich mit anderen Vereinen auszutauschen. Dementsprechend wurde er die letzten Tage vom Training freigestellt.“ Der in dieser Saison bislang ungeschlagene Trainer bedauert den Abgang des Österreichers: „Ich halte sehr viel von Loris. Aber es ist eine Entscheidung, die wir so akzeptieren müssen.“

Als mögliche Alternativen im Zentrum nannte Kayabunar Tunay Deniz und Raphael Wach. So oder so: Die Löwen wollen von ihrem eingeschlagenen Weg (viel Ballbesitz) nicht abweichen, auch wenn man mit Kiel auf einen Gegner trifft, der ebenfalls gerne den Ball in seinen eigenen Reihen hat. „Wir haben uns das ein oder andere überlegt, aber das kann ich jetzt hier nicht verraten“, erklärte Kayabunar mit einem Grinsen auf den Lippen. Und fügte an: „Kiel ist ein sehr guter Zweitligist. Aber auch sie haben in zwei Ligaspielen jeweils zwei Gegentore bekommen.“

Chancenlos gehen die Sechzger gegen die Störche aus dem hohen Norden keinesfalls in die Partie. In den vergangenen Jahren musste schon der ein oder andere Favorit – Schalke & Darmstadt – in Giesing die Segel streichen. Kayabunars Marschroute: „Für uns ist das ein Bonusspiel. Jeder weiß genau, dass im Grünwalder Stadion vieles möglich ist!“ Neben einem unvergesslichen Abend auf dem Giesinger Berg, würden sich die Löwenbosse auch über einen warmen Geldregen freuen: Für das Erreichen der zweiten Runde kassieren die Clubs satte 456.377 Euro.MARCO BLANCO UCLES

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