Amateurtrainer zum fünften Mal dabei

von Redaktion

Kristian Arambasic © dpa

Oldenburg – Kristian Arambasic ist ein routinierter Pokal-Trainer. Zumindest, wenn es um die erste Runde des DFB-Pokals geht. Wer außer ihm hat es geschafft, an diesem Sonntag zum fünften Mal mit dem vierten Amateurverein an einer Pokal-Sensation zu arbeiten? „Ich kenne keinen“, sagte der 49-Jährige.

Seine Bilanz im DFB-Pokal liest sich allerdings verheerend: 1:27 Tore nach vier Partien. An diesem Sonntag droht das nächste schnelle Aus, wenn er mit Fußball-Viertligist SSV Jeddeloh II den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim empfängt (13.00 Uhr/Sky).

David gegen Goliath. Oder wie Arambasic sagt: „Du spielst als das gallische Dorf gegen die Römer. Jeddeloh, das ist gefühlt eine Kreuzung, da ist dann unser Platz und acht Häuser. Das war es.“

Es gibt allerdings einen großen Irrglauben rund um seinen Verein, zu dem er erst vor dieser Saison gewechselt ist. Jeddeloh II ist nicht die zweite Mannschaft des Vereins aus der Nähe von Oldenburg in Niedersachsen. Sondern der kleine Ort heißt wirklich so. Nachbardorf Jeddeloh I liegt vier Kilometer nördlich. Für das große Pokalspiel zieht der kleine Club aus der Regionalliga Nord in das Oldenburger Marschweg-Stadion um.

Dafür gibt es in Arambasic‘ Mannschaft die typischen Pokalgeschichten. Die meisten Spieler arbeiten und studieren nebenbei. Vier Polizisten sind dabei, die manchmal auch wegen ihres Jobs ein Spiel absagen.

2013 ging die Pokalreise des Kristian Arambasic los. Mit dem Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack nahm er es mit der TSG Hoffenheim auf. Auf der Gegenseite standen Spieler wie Roberto Firmino, Anthony Modeste sowie Kevin Volland. Das Ergebnis: 0:9. Doch die erste Hälfte endete torlos.DPA

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