Wir ärgern uns jedes Jahr von Neuem, dass der DFB ausgerechnet seinen unwichtigsten Pokal nach dem großen Franz Beckenbauer benannt hat. Der Kaiser hätte ja mindestens eine Franz-Beckenbauer-Bundesliga verdient, oder eine „Emperors League“. Stattdessen heißt der Suppencup oder auch Egal-Pokal so, das ist schäbig. Den hätte man ohne Weiteres Traugott-Leberecht-Hackenbroich-Supercup nennen können. Aber süß war schon, wie bei Bayern alle geflunkert haben: „Wir wollten diesen Pokal unbedingt gewinnen.“ Wer’s glaubt! Grundsätzlich spielt beim Supercup ja der Meister gegen den Pokalsieger, also Bayern gegen Bayern. Diesem Prinzip sollte der DFB auch konsequent treu bleiben. Bayern 1 gegen Bayern 2, der gnadenlose Kampf von 22 Spielern um die Stammplätze bei Vincent Kompany – das wäre bestimmt spannender, als schon wieder die armen Dortmunder zu vermöbeln.