TV-Sonderklasse? Andrea Kaiser mit Joshua Kimmich. © jh/Sat.1
Hallo, Frau Kaiser! Hallo, Herr Opdenhövel! Fünf Wochen nach Giannis überkandidelter FIFA-WM gibt’s endlich wieder hundsgemeinen Normalfußball, bei dem der FC Bayern gewinnt. Und welcher Normalsender wäre dafür besser geeignet als Sat.1, das keiner unter Verdacht hat, der TV-Luxusklasse anzugehören? Opdi statt Chichi beim Franzl seinem Supercup – da sagt man doch gern „Schau ma mal“.
Der Kladderadatsch: Matthias Opdenhövel zählte die BVB-Neuzugänge zusammen. Ergebnis: „Sechs Stück.“ Ey, Opdi, das haben wir schon im Kindergarten von Schwester Hilda gelernt, dass Leute keine „Stück“ sind! Humoristisches Highlight war Andrea Kaiser, die Reporterin mit dem beckenbaueresken Namen. Sie erkundigte sich bei Joshua Kimmich: „Wie sehr hat man sich schon in der Mannschaft gefunden? Also man ist wieder im Training, man hat sich wieder gefunden.“ Kimmich fand dagegen, dass die Findungsphase ihr Ende noch nicht gefunden hat: „Es geht auch darum, dass wir uns wieder finden.“ Wir fanden das wunderbar dadaistisch. Dann verriet Andrea: „Durch diese Treppe müssen alle Spieler gehen.“ Und dann war auch schon Fußball – zumindest, wenn keine Werbung war.
Der Experte: Markus Babbel, das Beckenbauer-Sprachdouble aus Gilching, war ideal für dieses Spiel. Grrrrrroooßartig! Brrrrruuutal! Es war, als würde der Kaiser höchstselbst von seiner Wolke zu uns sprechen, gemixt mit Gerd „Rubi“ Rubenbauer. Ein Beckenrubenbauer! „Was ich positiv finde, ist, dass es nicht rauskam“, lobte er zu Recht das Bayern-Dichthalten in Sachen Musiala. Und dann trug er beim Supercup auch noch diese fesche Mütze, quasi die Super-Kapp. Herrrrrausragend!
Die Kommentatoren: Jonas Friedrich entdeckte, dass der FCB bei sich selbst klaut. „In Heidenheim hat Nathaniel Brown das Tor schon mal geschossen.“ So kann das ja nicht hinhauen mit dem Verlieren gegen den BVB, wenn die Bayern jedes Tor öfter schießen. Co-Kommentatoren-Azubi Lars Stindl will beobachtet haben, dass Harry Kane einen „schwachen Fuß“ hat. Dann würden ja 50 Prozent der Kane-Füße nichts taugen, was nicht sein kann. Nach dem 1:2 ging Friedrich seinen pyromanischen Neigungen nach: „Die Kippe brennt wieder, das Stadion ist angezündet.“ Weil die Neuerwehr wach war, kam es aber zu keinen größeren Brünsten.