München – Schon als die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL voriges Jahr zwei Spiele der Ottawa Senators gegen die Chicago Blackhawks für Dezember 2026 in Düsseldorf verkündete, war die Deutsche Eishockey Liga (DEL) außen vor. Auch die Düsseldorfer EG als örtlicher Platzhirsch wurde nicht eingebunden. Verstimmung über die Initiative aus den USA schon damals. Und nun wiederholt sich das Spiel: Vorige Woche gab die NHL für 2027 zwei Partien der Boston Bruins in München und zwei der Edmonton Oilers in Köln bekannt. Schauplatz der Ankündigung war die Zentrale des FC Bayern München – von Red Bull, Betreiber des SAP Garden und des Münchner DEL-Clubs, war niemand geladen. Und auch die DEL fühlte sich erneut überrumpelt.
Auf eine besondere Problematik wies Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL (und selbst NHL-Fan, namentlich des Rekordchampions Montreal Canadiens), hin: Die NHL beansprucht für ihre insgesamt sechs Gastspiele die Dezember-Termine, die auch für die DEL-Clubs relevant sind: „Die NHL kommt, wenn ganz Eishockey-Deutschland selbst spielt. Die Terminierung muss in Zukunft besser abgestimmt werden, damit wir eine Win-win-Situation bekommen.“
Für München, wo es sogar die Vision eines NHL-Freiluftspiels in der Allianz Arena gibt, bringt Tripcke schon mal „Augsburg gegen München“ als Vorspiel ins Gespräch. „Die NHL müsste uns einbinden.“GÜK