Das befreite Lachen des Jokers: Edin Dzeko kam ins Spiel – und traf zweimal für Schalke. © Hendrik Schmidt/dpa
Halle/Saale – Edin Dzeko hielt nach seinem Doppelpack die Trophäe für den „Spieler des Spiels“ stolz in die Kamera, anschließend knipste er noch ein „Siegerselfie“ mit Teamkollege Junior Adamu. Wieder einmal hatte der Torjäger bewiesen, dass Alter nur eine Zahl ist. Mit 40 Jahren schoss der Bosnier Schalke 04 in die zweite Runde des DFB-Pokals und ist damit nach Claudio Pizarro der zweitälteste Torschütze in der Geschichte des Wettbewerbs. Mitspieler wie Robin Gosens kamen anschließend nicht mehr aus dem Schwärmen heraus.
Dzeko habe „eine unfassbare Präsenz und Aura“, sagte Gosens. „Jede Mannschaft kann froh sein, einen solchen zu Spieler zu haben“, pflichtete Timo Becker bei. Auch Trainer Miron Muslic weiß, was er an seinem Stürmer hat: „Auch wenn er ein gewisses Alter hat, das Positionsspiel, das Kombinationsspiel, den Instinkt verlernt man nicht. Wir werden Edin brauchen.“
Gegen den Halleschen FC kam Dzeko erst in der 64. Minute ins Spiel. 17 Minuten später schoss er Schalke per Foulelfmeter in Führung (81.), in der Verlängerung bereitete er Moussa Syllas erneute Führung vor (98.) und setzte in der 117. Minute selbst den Schlusspunkt zum 5:2. Gosens: Was Dzeko habe, „kann man nicht lernen“.
„Ich weiß, wie er tickt und wie er Fußball spielt. Die Connection ist da und ich hoffe, dass die auch während der Liga weiter zum Tragen kommt“, sagte der Verteidiger, der bereits bei Inter Mailand und der AC Florenz mit Džeko zusammenspielte. Nachdem Dzeko seinen Vertrag bei Schalke um ein Jahr verlängerte und Gosens als Überraschungs-Transfer in diesem Sommer zu den Königsblauen kam, ist es die dritte gemeinsam Station für die beiden Profis. Nun wartet auf das kongeniale Duo am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) der erste Bundesliga-Auftritt beim FC Augsburg.
Dzekos Ex-Club Wolfsburg, mit dem er 2009 Meister geworden war, ist ebenfalls eine Pokalrunde weiter – und auch hier war es knapp: Der VfL benötigte das Elfmeterschießen (6:5), um sich beim Regionalligisten VSG Altglienicke durchzusetzen. Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl bejubelte den Sieg seines Teams einen Schützen zu früh. Nach der Parade von Torwart Jakub Zielinski musste aber noch Kilian Fischer für den Sieg des Zweitligisten treffen, was er dann auch tat. Da werde „was in die Mannschaftskasse kommen für den zu frühen Siegjubel von meiner Seite“, sagte Strobl. SID