ZUM TAGE

Wie das Bayern-Solo zu verhindern wäre

von Redaktion

Der vorentscheidende erste Spieltag

Ein Klassiker der Fußballbranche ist kurz vor Saisonbeginn das Spiel „Trainer tippen: Wer wird Deutscher Meister?“ Das Ergebnis klingt so ähnlich wie im alten Ski-Alpin-Witz „Elf Österreicher unter den ersten Zehn“. Es wird natürlich auf breiter Front auf den FC Bayern gesetzt. Als Einziger stellt sich dieser These Ralf Kettemann entgegen, der den VfB Stuttgart als Champion 2027 benennt. Dafür wird Kettemann sich wohl einen Rüffel des Bayern-Granden Uli Hoeneß einhandeln („Der Trainer von Paderborn“ – den Namen kennt und lernt er nicht), ehe von Münchner Seite beklagt wird, dass sich die anderen nichts trauen und keiner dem FC Bayern Paroli bietet.

Sat.1 und Sky, die das Eröffnungsspiel am Freitag übertragen, dürfen sich jedoch über den forschen Tipp des Trainers von Paderborn freuen, denn los geht es sozusagen mit dem Titel-Finale: Bayern gegen den VfB. So überzeugend, wie die Stuttgarter im Pokal in Rostock aufgetreten sind, ist vorstellbar, dass ihr neuer Stürmer Dzenan Pejcinovic, ein gebürtiger Münchner und Ex-Bayern-Jugend-Spieler, dem Meister ein, zwei Dinger ins Netz setzt. Allerdings gibt es die Tradition, wonach die Bayern beim ersten Auftritt immer fünf bis acht Tore schießen – weswegen es für den VfB nicht reichen würde.

Am Freitagabend werden wir also wohl diskutieren, was die Bundesliga unternehmen kann, um einen Münchner Alleingang von der ersten Saisonsekunde an zu unterbinden. Zwei Lösungen.

Die eine wäre gewesen, den FC Bayern gegen den von Manuel Baum trainierten FC Augsburg anzusetzen, denn Baum war in der vergangenen Saison neben seinen Kollegen von FC Arsenal und Paris Saint-Germain, Mikel Arteta und Luis Enrique, der einzige Kompany-Entzauberer. Absoluter Angstgegner.

Die andere: Die Bundesliga sollte den Bayern am ersten Spieltag eiskalt das Sonntag-17.30-Uhr-Spiel zuweisen – auswärts! Zwei Tage lang, Freitag und Samstag, wären sie genervt über ihr tabellarisches Mittelmaß, ehe sie selbst randürften. Und wo? Natürlich in Paderborn. Denn der freche Trainer von Paderborn sollte belohnt werden.

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