Bayern schnuppert Final-Luft

von Redaktion

Atletico und Arsenal als schwerste Königsklassen-Gegner – Leipzig erwischt es am härtesten

Gut drauf: Eberl, Dreesen und Kasper in Monaco. © screen

Finalkulisse: Atleticos Simeone. © Marcou/AFP

Härtester Brocken: Die Bayern um Laimer bekommen es – wie beim 1:3 im Vorjahr – mit dem FC Arsenal zu tun. © Hoppe/dpa

Monaco – Vielleicht nicht offensichtlich, aber ganz sicher innerlich wurde auf den Stühlen, die im Grimaldi Forum von Monaco am Donnerstagabend von Vertretern des FC Bayern besetzt waren, gegen 18.45 Uhr durchgeatmet. Denn auch wenn man in der Champions League jeden Gegner ernst nehmen sollte: Die Auslosung der Ligaphase hat für den deutschen Rekordmeister ein vermeintlich leichtes Programm ergeben. Als Thierry Henry auf den leuchtenden Knopf drückte, um die Gegner für die acht Spiele zwischen 8. September und 27. Januar zu ermitteln, spuckte der Computer aus: den FC Arsenal, Betis Sevilla, Bodö/Glimt und Slavia Prag zuhause sowie Atletico Madrid, Manchester United, OSC Lille und Viking Stavanger auswärts. Es hätte deutlich schlimmer kommen können.

Interessant sind vor allem die beiden Duelle mit den Gegnern aus Topf 1. An das 1:3 beim FC Arsenal im Herbst des vergangenen Jahres kann man sich freilich noch gut erinnern, heuer soll es in der heimischen Arena gegen den Vorjahresfinalisten um Kai Havertz anders laufen. Zudem darf das Team von Vincent Kompany im Wanda Metropolitano Stadion beim Duell mit Atletico bereits Final-Luft schnuppern. Denn genau dort, wo die Münchner noch nie gewonnen haben, wird am 7. Juni 2027 der Champion gekürt – zum siebten Mal nach 1974, 1975, 1976, 2001, 2013 und 2020 wollen es die Bayern sein. „Das ist der Ort des Traums, wo wir gerne hinwollen“, sagte Sportchef Max Eberl.

Gegen Skavangar, Bodö/Glimt, Slavia und Betis tritt man zum ersten Mal an. Der genaue Spielplan wird von der UEFA frühestens am Samstag verkündet, eine Bewertung aber war schon möglich. „Die Gruppenphase hat es schon in sich. Man sagt: Ja, das ist machbar. Trotzdem musst du es erstmal spielen“, sagte Max Eberl. Kapitän Manuel Neuer sprach von „ausgewogenen und interessanten Gegnern mit viel Tradition“ und freut sich vor allem auf den „Klassiker“ bei Manchester United. Jan-Christian Dreesen, der gemeinsam mit Eberl und Marketing-Vorstand Rouven Kasper vor Ort war, fügte an: „Es sind Gegner, vor denen wir Respekt haben, aber gegen die wir gewinnen wollen.“ Vor allem gegen die „Kleinen“, wie unter anderem Viking Stavanger, herrscht Siegpflicht: „Da freue ich mich sehr auf das Spiel und die Reise nach Norwegen.“ Man betritt Neuland.

Das erste Etappen-Ziel ist ein Platz unter den besten Acht, um die kraftraubenden Playoffs wie im Vorjahr zu umgehen. Deutlich schwieriger als für die Bayern dürfte das für die übrigen deutschen Teams werden. Auch wenn BVB-Geschäftsführer Lars Ricken in Monaco sagte: „Wir wären gerne nach acht Spielen im Achtelfinale.“ Wer gegen den italienischen Meister Inter Mailand und den englischen Arsenal ran muss, kann auch stolpern. Auch zu Aston Villa und Leon Goretzka muss der BVB auf die Insel. Die weiteren Auswärtsreisen zu den Kunstrasenhelden FK Bodö/Glimt in Norwegen und dem Champions-League-Neuling Sabah FK könnten knifflig werden, auch wegen der enormen Distanzen.

Am härtesten allerdings hat es RB Leipzig erwischt. Die Sachsen spielen auswärts bei Real Madrid und wie Bayern im Old Trafford bei United. Nach Leipzig kommen unter anderem Manchester City und RC Lens. „Wir freuen uns riesig, dass wir auf der großen Bühne zurück sind“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer und fügte an: „Wir wollen für Furore sorgen und so weit wie möglich kommen.“ Stuttgart trifft wie Dortmund auf Inter Mailand (A) und auf Atletico Madrid (H). Spanned dürfte auch das Auswärtsspiel bei Galatasaray Istanbul werden.HANNA RAIF

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